Frisch lokal zusammengebaute elektrischen Tuktuks bereits für Registrierung und Einsatz
Sunny Fahrer laden ihre Tuktuks
Sunny Tuktuk bei Testfahrt
E-Bikes bereit zum Einsatz als Fahrradtaxis
E-Bike Fahrradtaxis im Einsatz in Jinja, Uganda
E-Bike Fahrradtaxis im Einsatz in Jinja, Uganda
E-Bike Fahrradtaxis im Einsatz in Jinja, Uganda
Elektrotaxi unterwegs in Nairobi.
Neu installierte Ladestation bereit zum Laden der Elektrotaxis.
Elektrotaxi bereit zum Laden.
Ladestation wird bei einer Shopping Mall in Nairobi installiert.
Zusammenfassung
| Gesamteinsparung : | Mittelfristig ca. 2000 t CO₂ jährlich |
| Technologietransfer : | E-Tuktuks (Auto-Rikshaws) in Kenia und E-Bikes als Taxis in Uganda. |
| Lokale Umwelt : | Reduktion der Luftverschmutzung und Lärmbelästigung |
| Weitere Vorteile : | Vermeidung von Gesundheitsrisiken wie Atemwegsinfektionen und Stress durch sauberen und leiseren Verkehr, Aufbau und Stärkung lokaler Wertschöpfungsketten/Klein- und mittelständischer Unternehmen |
| Projektpartner : | Sunny Tuktuk (Kenia); EURIST, FABIO (Uganda) |
E-Tuktuks in Kenia
In dem kenianischen Küstenort Diani etwas südlich von Mombasa fahren dank atmosfair mittlerweile 20 elektrische „Sunny“ Tuktuks. Von atmosfairs Projektpartner Sunny Tuktuk zusammengebaut und betrieben, fahren sie täglich jeweils 150 km ohne Lärm und Emissionen. Sie sind nicht nur bei den Fahrgästen äußerst beliebt – diese können sich nun während der Fahrt ohne Anstrengung unterhalten – sondern ermöglichen den Fahrern auch ein höheres Einkommen. Denn der Ladestrom ist deutlich günstiger als Diesel.
atmosfair hat über 20 Schnellladestationen installiert, an denen die Fahrer und Fahrerinnen die Tuktuks z.B. in der Mittagspause in gut zwei Stunden laden. Ist gerade keine Schnellladestation in der Nähe, können sie die Tuktuks auch bei halber Leistung an jeder normalen Steckdose aufladen. Das ermöglicht das Laden zuhause. Die Tuktuk haben es so auch bereits bis an die 70 km entfernte Grenze zu Tansania geschafft.
Die Fahrer laden die Tuktuks mit Netzstrom, der zu 90% bereits aus Erneuerbaren Energien stammt (der Ostafrikanische Grabenbruch erlaubt günstige Geothermie) und mit überschüssigen Solarstrom aus den von atmosfair finanzierten Solarelektrischen Kochsystemen für Schulen.
Die aus Indien bekannten Tuktuks oder Autorikschas sind vor allem an der Küste Kenias ein sehr beliebtes Verkehrsmittel. Mit 3 Passagieren und einer maximalen Geschwindigkeit von typischerweise 55 km/h sind die Dreiräder flexibel und deutlich kompakter und günstiger als Autotaxis. Sie werden in einer Mischung aus Linienverkehr, Sammel- und Privattaxi verwendet. Es gibt größere Haltestellen und Hauptrouten. Man kann jedoch auch an jedem Punkt der Straße ein- und aussteigen. Und für einen Aufpreis fährt das Tuktuk auch von oder bis zur eigenen Haustür. So erlauben die Tuktuk einen sehr flexiblen und effizienten Nahverkehr.
E-Bike Pilotprojekt in Uganda
Mit den Partnern EURIST und FABIO testet atmosfair im Rahmen des African E-Bike Projekts seit März 2022 den Einsatz von E-Bikes als Taxis in Jinja, Uganda. Anhand der 12 Elektrofahrräder des Pilotteilprojektes (insgesamt sind bereits 100 E-Bikes unterwegs) wollen wir herausfinden, wie gut sich diese beim täglichen Einsatz bewähren, wieviel CO2 sie einsparen und wieviel Kilometer sie täglich unterwegs sind.
2026 testen wir eine verbesserte Version des Ebikes, das AfricroozE 2.0 mit robusterem Rahmen, stärkerem Motor und größerer Batterie. Wir wollen sehen, ob diese Verbesserung die durchschnittliche tägliche Fahrleistung und damit die CO2-Einsparungen erhöhen können. Mit der ersten Version des Ebikes waren es 2022 knapp 40 km am Tag und 0,7 t CO2 im Jahr pro E-Bike.
Sogenannte Bodaboda Fahrradtaxis bei dem auf dem Gepäckträger ein Sitz für Fahrgäste montiert ist, werden in Ostafrika bereits seit vielen Jahrzehnten genutzt. Gleichnamige Motorradtaxis, welche schneller und für den Fahrer nicht mehr so erschöpfend sind, haben sie jedoch zunehmend ersetzt – auf Kosten von stärkerer Luft- und Umweltverschmutzung.
Die E-Bikes können hier dank des elektrischen Hilfsmotors mit einer Unterstützung bis 30 km/h eine umweltfreundliche und – gerade bei den stark gestiegenen Spritkosten – kostengünstigere Alternative für die Bodaboda-Fahrer sein.
Elektroautotaxis in Kenia
atmosfair baute seit 2019 gemeinsam mit dem Partner EkoRent Africa Ltd mit Nopea Ride den ersten rein elektrischen Taxiservice Afrikas in Kenias Hauptstadt Nairobi auf. Gestartet mit anfänglich 2 Ladestationen und 3 Elektroautos wuchs Nopea Ride in den nächsten 3 Jahren auf 14 Ladesäulen und 65 Elektroautos an.
Nachdem 2020 Covid bedingt EkoRent Africa bereits mit einem deutlich geringeren Fahrleistung der Elektrotaxis zu kämpfen hatte, musste im November 2022 nach einer erfolglosen Finanzierungsrunde und der Insolvenz des finnischen Mehrheitsgesellschafters EkoRent OY der Betrieb der Elektrotaxis leider eingestellt werden.
Auch wenn Nopea Ride sich am Ende nicht im kenianischen Markt durchsetzen konnte, ist es doch ein wichtiges Vorreiterprojekt und konnte in der lokalen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung Bewusstsein schaffen für das Potential der Elektromobilität. So möchte nun der staatliche Stromversorger Elektromobilität vorantreiben, aufgrund der positiven Gesundheits- und Umweltwirkung und weil dadurch der überschüssige, regenerative Strom aus Geothermie und Wasserkraft sinnvoll genutzt werden kann. Vor allem der lokale Markt für elektrische Stadtbusse und Elektromotorräder ist in den letzten Jahren stark gewachsen.
Unsere Partner
Sunny Tuktuk Ltd. ist eine kenianische Firma mit Sitz in Diani. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die über 10 000 Tuktuks, die an der Küste Kenias fahren duch elektrische zu ersetzen. Das bedeutet nicht nur deutlich weniger Straßenlärm und Abgase, sondern auch eine Reduktions von CO2-Emissionen und mehr Einahmen für die Tuktuk-Fahrer.
EURIST e.V. ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Hamburg, Deutschland, die sich für eine Politik einsetzt, die die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit von Verkehr und Mobilität auf der ganzen Welt verbessert. EURIST konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Verkehr und CO2-Emissionsreduzierung, Verkehr und den Millenniums-Entwicklungszielen, Armutsbekämpfung, Umweltschutz, Verkehrssicherheit und Güterverkehr.
FABIO ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Jinja, Uganda, die sich für die Förderung nachhaltiger und umweltfreundlicher Verkehrslösungen einsetzt, wobei der Schwerpunkt auf dem aktiven Verkehr und dem öffentlichen Nahverkehr liegt. Wir setzen das Fahrrad als Instrument für den sozialen Wandel ein, um die Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu verbessern, indem wir ihnen den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen erleichtern und neue wirtschaftliche Chancen eröffnen.
Kompensation noch nicht möglich, Corresponding Adjustmens in Vorbereitung
Status-Check: atmosfair bereitet aktuell eine Vereinbarung mit dem Gastland zur Vermeidung von Doppelzählungen vor damit das Projekt in Zukunft uneingeschränkt zur Kompensation unvermeidbarer Restemissionen genutzt werden kann.
Ihr Ansprechpartner bei atmosfair
Zoltán Müller-Karpe
Projektentwickler
+49 (0) 30 120 84 80 – 64