Zusammenfassung

Gesamteinsparung :3.000 Tonnen CO₂ pro Jahr (1.Bauabschnitt ca. 1.000)
Technologietransfer :Erzeugung von sauberem Strom durch Solaranlagen in Kombination mit effizienter und ökologischer Landwirtschaft
Lokale Umwelt :Erhöht den Anteil an erneuerbaren Energien im madagassischen Stromnetz
Weitere Vorteile :Reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, Ausbildungszentrum für ökologische Lebensmittelproduktion und Solarenergie, Schaffung von Arbeitsplätzen für den Bau, Betrieb und Wartung der Anlage sowie des Ausbildungszentrums
Projektpartner :SUNfarming Madagascar SARL

Gewächshäuser die Solarstrom produzieren

Madagaskar ist der größte Inselstaat Afrikas und die viertgrößte Insel der Welt. Mit umgerechnet 500 US-Dollar im Jahr liegt das jährliche Bruttonationaleinkommen pro Kopf weit unter dem Durchschnitt der anderen afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Nur etwa 23% der Menschen haben einen Stromanschluss. Madagaskar ist mit rund 3000 Sonnenstunden pro Jahr eines der sonnenreichsten Länder der Welt und somit ideal für Solarenergie. Solaranlagen auf Gewächshäusern ermöglichen darüber hinaus bessere Produktionsmöglichkeiten in der Landwirtschaft mittels intelligenter Bewässerungsmethoden.

Moderne Tröpfchenbewasserung mittels Solarenergie

Die installierte Solarleistung unserer Anlage beläuft sich zunächst auf 1MWp, was unter den gegebenen Sonneneinstrahlungswerten in Madagaskar eine jährliche Stromproduktion von mehr als 1.700.000 kWh und CO2-Emissionsminderungen von ca. 1.000 Tonnen erwarten lässt. Weitere 1MWp sollen in einem zweiten Bauabschnitt Ende des Jahres 2022 fertiggestellt werden.

In der ersten Bauphase wurden mehr als 100 lokale Arbeitskräfte beschäftigt, die auch in der zweiten Bauphase eingesetzt werden.

Ein wichtiger Bestandteil der Anlage ist die landwirtschaftliche Komponente. Die Landwirte können dort hochwertiges Gemüse auf der Grundlage einer optimierten Tröpfchenbewässerung anbauen, die bis zu 90% effizienter ist als herkömmliche Bewässerungsmethoden.

Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist die Errichtung eines Schulungszentrums vor Ort. Es ist kein Zufall, dass sich die Anlage neben dem Antsirabe Institute of Higher Education befindet. Das Zentrum bietet Train-the-Trainer-Programme für Ausbilder und Studenten der Landwirtschaftlichen Fakultät an. Ziel des Instituts ist es, Methoden zu unterrichten, die helfen die Produktionseffizienz zu steigern, das Wassermanagement zu verbessern und den Marktzugang zu erweitern. Alle Stufen des Anbaus werden gelehrt, vom Anbau und dem Düngemittelmanagement bis hin zur Ernte, Verpackung und Vermarktung.

Unser Partner

SUNfarming Madagascar SARL ist unser lokaler Auftragnehmer für den Bau, den Betrieb und die Wartung der Anlage in Antsirabe. Das lokale Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der deutschen SUNfarming GmbH, einem Unternehmen, das Solarenergie mit regionale Nahrungsmittelproduktion verbindet.

Die Fremdfinanzierung des Projektes erfolgte ausschließlich durch atmosfair. In Folgeprojekten möchte atmosfair mit seiner Beteiligung das finanzielle Risiko soweit mindern, dass auch andere Investoren einsteigen können. Indem wir die richtigen Akteure zusammenbringen, wollen wir mit unseren investierten Mitteln eine Hebelwirkung erzeugen. Der Erfolg des Projekts in Antsirabe soll hier beispielgebend werden.

Kompensation noch nicht möglich, Corresponding Adjustmens in Vorbereitung

Status-Check: atmosfair bereitet aktuell eine Vereinbarung mit dem Gastland zur Vermeidung von Doppelzählungen vor damit das Projekt in Zukunft uneingeschränkt zur Kompensation unvermeidbarer Restemissionen genutzt werden kann.

Ihr Ansprechpartner bei atmosfair

Kevin Möller
Senior Projektentwickler
Wirtschaftsjurist (Universität Bayreuth), M.A. Philosophie
+49 (0) 30 120 84 80 – 64