Die im Projekt hergestellten Briketts ersetzen zunehmend herkömmliche Holzkohle. Sie brennen länger, entwickeln weniger Rauch und verursachen deutlich geringere Emissionen.
Landwirtschaftliche Abfälle wie Kokosnussschalen werden gesammelt, um daraus Briketts herzustellen.
Die Kokosnussschalen werden verkohlt, gemischt und schließlich zu Briketts gepresst.
Die fertigen Briketts werden zum Trocknen ausgelegt.
Schließlich sind die Briketts bereit dazu, verpackt und vor Ort an Straßenverkäufer, Restaurants und Haushalte verkauft zu werden.
Herkömmliche Holzkohle verursacht erhebliche Umweltschäden. Für ihre Herstellung werden jährlich große Mengen Holz verkohlt, was zur Entwaldung und zu hohen Treibhausgasemissionen beiträgt.
Zusammenfassung
| Gesamteinsparung : | 9.500 Tonnen CO₂ pro Jahr |
| Lokale Umwelt : | Vermeidung von Entwaldung in der Region, Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe als Biomasse |
| Weitere Vorteile : | Schaffung von Arbeitsplätzen und zusätzliche Einkünfte entlang der Lieferkette |
| Projektpartner : | Khmer Green Charcoal Ldt. |
Landwirtschaftliche Reststoffe für die Herstellung von Briketts
In Kambodscha ist Holzkohle ein zentraler Bestandteil des Alltags. Sie wird in Haushalten, Straßenküchen und Restaurants in großem Umfang zum Kochen verwendet. Die herkömmliche Holzkohleproduktion ist jedoch mit hohen Umweltbelastungen verbunden: Jedes Jahr werden große Mengen Holz zu Holzkohle verarbeitet, was zur Entwaldung und zu hohen Treibhausgasemissionen beiträgt.
Dieses Projekt adressiert dieses Problem, indem es eine Alternative bietet. Durch die Herstellung hochwertiger Briketts aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie Kokosnussschalen und Reishülsen ersetzt es traditionelle Holzkohle und entlastet die Wälder Kambodschas. Auf diese Weise wird vorhandene Biomasse effizient genutzt, während der Bedarf an Holz als Brennstoff reduziert wird.
Lokaler Nutzen
Neben den ökologischen Vorteilen schafft das Projekt neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Der Bau und Betrieb der Produktionsanlage schaffen Arbeitsplätze, während die Sammlung und Lieferung von landwirtschaftlichen Reststoffen den lokalen Gemeinden eine zusätzliche Einnahmequelle bieten. Durch die Stärkung lokaler Wertschöpfungsketten unterstützt das Projekt eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig fördert es faire Arbeitsbedingungen, einschließlich gleicher Bezahlung für Frauen und Männer.
Eine energieeffiziente Lösung
Der Produktionsprozess umfasst die Verkohlung der Rohstoffe unter kontrollierten Bedingungen und das Pressen zu gleichmäßigen Briketts unter Verwendung natürlicher Bindemittel. Der so gewonnene Brennstoff brennt länger, erzeugt weniger Rauch und verursacht deutlich geringere Emissionen als herkömmliche Holzkohle. Gleichzeitig ist der Prozess energieeffizient ausgelegt, da die bei der Produktion entstehende Wärme wiederverwendet wird.
Das Projekt baut auf den Erfahrungen unseres lokalen Partners auf, der seit mehreren Jahren in kleinerem Maßstab Briketts herstellt. Mit Unterstützung von atmosfair wird nun eine neue Produktionsanlage errichtet, um die Kapazität deutlich zu erhöhen. Dadurch können mehr Briketts auf den lokalen Markt gebracht werden, wo sie zunehmend Holzkohle ersetzen. Durch Nutzung von landwirtschaftlichen Abfällen als Ausgangsmaterial wird zudem eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft gefördert.
Unser Partner
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Khmer Green Charcoal Co., Ltd. durchgeführt, einem Pionier in der Herstellung von Briketts aus organischen Materialien in Kambodscha. Das Unternehmen verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Nutzung von Biomasse und hat erfolgreich ein System für die Produktion und den Vertrieb in kleinem Maßstab aufgebaut. Im Rahmen des Projekts ist Khmer Green Charcoal für den Bau und den Betrieb der neuen Produktionsanlage verantwortlich.
Dieses Projekt schafft eine energieeffiziente Energiequelle in Form von Briketts aus landwirtschaftlichen Reststoffen. Zudem fördert es die lokale Entwicklung auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft.
Corresponding Adjustmens in Vorbereitung
Status-Check: atmosfair bereitet aktuell eine Vereinbarung mit dem Gastland zur Vermeidung von Doppelzählungen vor damit das Projekt in Zukunft uneingeschränkt zur Kompensation unvermeidbarer Restemissionen genutzt werden kann.
Ihre Ansprechpartnerin bei atmosfair
Juliane Schindler
Projektmanagerin
+49 (0) 30 120 84 80 - 79