8.500 Menschen haben sich in dem Flüchtlingscamp Mam Rashan niedergelassen, um den gewaltsamen Unruhen in der Region des Norden Iraks zu entkommen. Sie sind aufgeteilt auf ca. 1.800 Wohncontainer, deren Aufbau und Ausstattung durch vorige Spenden ermöglicht wurden. Zudem wurden auch zwei Schulen, ein Krankenhaus und ein Trauma-Zentrum errichtet um einen Zugang zur Bildung und Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern setzt sich die Klimaschutzorganisation atmosfair gGmbH für eine weitere Verbesserung der Lebensqualität der Flüchtlinge ein. Das Projekt, eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, wird durch das Land Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg ermöglicht. Darüber hinaus unterstützen folgende Initiativen und Fachfirmen das Projekt mit Sachleistungen und Know-how auf Spendenbasis:

Initiative Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet

Zimmermann PV-Stahlbau GmbH & Co. KG

Enerparc Power Plants GmbH

greentech 

Meteocontrol GmbH

Brandhoff Obermüller Partner

Emons Logistik GmbH

BayWa r.e. renewable energy GmbH

Solarpraxis AG

Elin Inc.

 

Die Unterstützung aus der Photovoltaik-Branche für dieses ambitionierte Projekt ist bemerkenswert. Damit können wir die Menschen in Mam Rashan mit einer stabilen und sauberen Energieversorgung unterstützen und zeitgleich wichtiges technisches Wissen vor Ort aufbauen.“

– Nele Erdmann, Managerin Klimaschutzprojekte, atmosfair gGmbH

Eine essentielle Herausforderung des Camps liegt bei der Energieversorgung – bis jetzt konnte das Flüchtlingscamp nur stundenweise auf die Energie des öffentlichen Netzes zugreifen. Eine 370 kWp Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher, die erste in der Region, wird das Camp jetzt zusätzlich mit Energie versorgen und die Benutzung von Koch-, Kühl- und anderen elektronischen Geräten auch tagsüber ermöglichen.

Die Anlage wir momentan mit Hochdruck fertiggestellt. Für die Installation und Wartung der Anlage wurden Binnenflüchtlinge vor Ort geschult und dadurch Arbeitsplätze im Camp geschaffen, auch der Bauleiter Nawar ist ein Flüchtling aus dem besetzten Karakosch.

Außerdem soll über Energieeinsparmaßnahmen und „Awareness-Schulungen“ der Energieverbrauch innerhalb des Camps gesenkt werden. Im Zuge dieser Schulung werden zwei „Energie-Scouts“ ausgebildet, die den Bewohnern die Themenkomplexe effiziente Energienutzung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz nahebringen sollen.

Dabei hilft der klimafreundliche Strom nicht nur den Menschen in ihrem Alltag, sondern kommt zusätzlich der Umwelt zugute, da Photovoltaik zur Stromerzeugung keine fossilen Brennstoffe benötigt und eine langfristig verlässliche und nachhaltige Energieversorgung sicherstellt. Die Kapazität der Anlage soll durch Sach- und Geldspenden sukzessive erweitert werden, sodass langfristig eine 100%ige Energieversorgung gesichert ist.