Flugreisen und das persönliche Klimabudget

Um die Auswirkungen des Klimawandels in verträglichen Grenzen zu halten, hat sich in Cancun die weltweite Staatengemeinschaft auf das Ziel verständigt, die durchschnittliche Erderwärmung bis 2050 auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, verbleibt bis 2050 ein globales Emissionsbudget von ca. 750 Mrd. t CO₂. Bei einer angenommenen mittleren Weltbevölkerung von 8,2 Mrd. Personen im Zeitraum 2010 bis 2050 bedeutet dies, dass jedem Menschen auf dieser Erde ein klimaverträglicher Ausstoß von im Durchschnitt jährlich rund 2,3 t CO₂ zusteht.

Wie die Grafik unten zeigt, liegt schon die Klimawirkung einzelner Flugreisen oder anderer Aktivitäten eines Menschen in der Größenordnung eines ganzen Jahresbudgets. Entsprechend schnell ist das eigene Budget überzogen. Wenn aber eine Reise ansteht und die bessere Klimaalternative (z.B. Videokonferenzen oder Bahnfahrten innerhalb Deutschlands und ins grenznahe Ausland) nicht verfügbar oder zweckmäßig ist, ist die Kompensation von Flugemissionen mit atmosfair eine sinnvolle erste Hilfe für das Klima.

Jährliches Klimabudget und Aktivitäten eines Menschen (Für eine vergrößerte Darstellung bitte klicken)

Jährliches Klimabudget und Aktivitäten eines Menschen (Für eine vergrößerte Darstellung bitte klicken)

Quelle für die Berechnung des klimaverträglichen Jahresbudgets

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) geht in seinen Berechnungen zur Erreichung des globalen 2°C-Zieles (Limitierung des Temperaturanstiegs bis 2050 auf max. 2°C) von einem globalen Emissionsbudget von 750 Mrd. t CO₂ im Zeitraum 2010 - 2050 aus. Aufbauend auf diesen Angaben, hat atmosfair auf Basis einer durchschnittlichen Weltbevölkerung von 8,2 Mrd. Menschen im selben Zeitraum das durchnittliche jährliche Klimabudget eines Menschen von 2,3 t CO₂ errechnet (vgl. WBGU Sondergutachten 2009).