Der Testlauf in der Provinz Niassa hat überzeugt: Zahlreiche Familien dort entschieden sich dafür, die effizienten Öfen anzuschaffen, um beim Kochen Brennholz zu sparen. Deshalb weiten wir den Vertrieb im Norden des Landes aus: Wir werden den Save 80 jetzt ebenfalls in der benachbarten Region Nampula anbieten.

Eine Frau in Lichinga (Niassa) zeigt ihren neuen Save 80-Ofen.

In Nampula arbeitet atmosfair mit AMPCM zusammen, einem Dachverband von mehr als 300 landwirtschaftlichen Kooperativen. Jetzt wird AMPCM sein Netzwerk in ländlichen Gemeinden nutzen, um 2.300 Save 80-Öfen an Kleinbäuerinnen und -bauern zu vertreiben. AMPCM-Geschäftsführer Lourenço Moio ist davon überzeugt, dass der Save 80 das Richtige für Nampula ist: „Er ist mehr als nur ein Kochgerät. Er ist eine praktische Lösung, die den Alltag erleichtert, Geld spart, die Gesundheit schützt und die nachhaltige Entwicklung in meiner Region fördert.“

atmosfair hilft Flutopfern

Von den logistischen Fähigkeiten von AMPCM konnte sich atmosfair vorher ein eigenes Bild machen, als die Klimaschutzorganisation Nahrung und andere Hilfsgüter für Flutopfer finanzierte. AMPCM verteilte die Güter an Familien in der Provinz Gaza, die ihre Häuser wegen Überschwemmungen verlassen mussten. Damit hat atmosfair Menschen unterstützt, die bereits jetzt besonderes stark unter dem Klimawandel leiden. In dem Land am Indischen Ozean waren im Januar 2026 insgesamt 500.000 Menschen von den Fluten betroffen.

Im Rahmen eines Pilotprojektes in der Provinz Niassa hat atmosfair seit Oktober 2025 über 250 Öfen an Familien in kleinbäuerlich geprägten Gemeinden gebracht. Dabei kooperierte atmosfair mit dem Ingenieurbüro StructCon. „Wir haben uns für den Vertrieb des Save 80-Ofens entschieden, da er den Brennholzbedarf senkt und gleichzeitig den lokalen Kochgewohnheiten entspricht. Die Nutzer schätzen auch die Wonderbox, die das Essen nach dem Kochen warm hält. Dies hilft den Haushalten, sowohl Zeit als auch Ressourcen zu sparen,“ so Custodio Matavel von StructCon. Die Kooperation setzt atmosfair jetzt in weiteren Regionen Niassas fort.

atmosfair Projektmanagerin Emily Dundon präsentiert Frauen in Namilao (Nampula), wie die Brennkammer des Save 80 funktioniert.

Effiziente Öfen in der ärmsten Provinz

Für atmosfair gibt es mehrere Gründe, sich gerade in Niassa zu engagieren: „Bei allen Save 80-Projekten in Subsahara-Afrika konzentriert sich atmosfair konsequent auf die Gebiete, die von anderen Programmen übersehen werden. Die Armutsquote in Niassa ist die höchste in Mosambik. Und die Provinz gehört immer noch zu den Regionen, in denen die Menschen kaum Zugang zu grundlegender Infrastruktur und Dienstleistungen haben. Genau dort kann ein Programm wie Save 80 am meisten bewirken,“ so atmosfair Projektmanagerin Emily Dundon.

Der Bedarf nach einer effizienten Kochlösung ist im Norden des Landes hoch: 95 Prozent der Bevölkerung sind von Biomasse wie Feuerholz abhängig, um zu kochen. Viele Menschen sammeln das benötigte Brennholz selbst, was nicht nur zeitaufwendig ist, sondern auch gefährlich sein kann. Insbesondere in Niassa gibt es zahlreiche Unfälle durch Begegnungen mit Wildtieren.

Mit dem Save 80-Ofen lässt sich der Brennholzbedarf um 80% reduzieren. Die Abhängigkeit von Brennmaterial sinkt dadurch erheblich. Bisher produziert atmosfair die Einzelteile der Öfen in einer eigenen Fabrik in ruandischen Hauptstadt Kigali. Anschließend erfolgt der Transport der Komponenten nach Mosambik, wo die Vertriebspartner sie vor Ort zu fertigen Öfen zusammensetzen. Der Transport auf dem Landweg erhöht jedoch die Kosten für die Kochgeräte, deshalb ist eine komplette Fertigung der Öfen in Mosambik angedacht. Neben der Reduktion des Brennholzverbrauchs schaffen die effizienten Öfen dann zusätzlich Arbeitsplätze.

AMPCM verteilt Nahrung und andere Hilfsgüter, die atmosfair finanziert, an Flutopfer in der Provinz Gaza.