Gesundheitsstudie aus ruandischem Flüchtlingscamp veröffentlicht


Die Ergebnisse einer Feldstudie, die eine Verbesserung der Nutzerinnen-Gesundheit durch unsere effizienten Öfen in einem ruandischen Flüchtlingslager belegen, wurden nun veröffentlicht.

Gemeinsam mit Ärzten der Universität Lübeck sowie des gemeinnützigen Vereins Buana aus Hamburg hat atmosfair eine Gesundheitsstudie im Flüchtlingscamp Kiziba in Ruanda durchgeführt. Im Frühjahr 2016 wurden die Untersuchungen abgeschlossen. Knapp 500 Frauen nahmen an der Studie teil, bei der vor sowie acht Monate nach Verteilung der Save80-Öfen ein Lungenfunktionstest durchgeführt wurde. So konnten die Folgen des offenen Feuers sowie der Einfluss der Öfen auf die Lungengesundheit ermittelt werden. Dabei handelt es sich um die erste Feldstudie dieser Art.

Bereits acht Monate nach Einführung der Öfen konnte gezeigt werden, dass sich die Lungenfunktionswerte bei allen Probandinnen messbar verbessert hatten. Diese Verbesserung wird auch von den Probandinnen selbst als Linderung ihrer Beschwerden wahrgenommen. Die  Verbesserung ist bei den Frauen am deutlichsten, deren Bronchien durch das Kochen am offenen Feuer zuvor am stärksten geschädigt waren. Es darf daher vermutet werden, dass eine dauerhafte Reduktion der Belastung von Lunge und Bronchialsystem auch das Risiko von Spätfolgen minimiert, wie z.B. das Auftreten von bösartigen Tumoren in der Lunge.

Die Studie ist in einer Kurzfassung auf unserer Projekt-Website zu finden sowie unter dem folgenden Link direkt einsehbar:

https://admin.atmosfair.de/documents/10184/0/Ruanda+Studie/d1abfcb2-6a9d-4168-9649-32cb10ea62d7

Mehr zum Projekt erfahren Sie auf unserer Projekt-Webseite:

https://www.atmosfair.de/de/energieeffizienz/rwanda

Pilotprojekt zur Reparatur von Biogasanlagen in Nepal abgeschlossen


atmosfair leistet einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau in Nepal, der im ganzen Land leider immer noch nur sehr schleppend vorankommt. Die Erdbeben im April und Mai 2015 hinterließen nicht nur hunderttausende zerstörte Häuser sowie fast 9.000 Tote, sondern beschädigten auch viele der Biogasanlagen, die in den letzten Jahren dank der atmosfair-Klimaschutzbeiträge gebaut wurden. 310 Anlagen ließ atmosfair nun in der Gemeinde Bhimtar in Sindupalchok reparieren und ermöglicht den Haushalten damit wieder einen Schritt in Richtung Normalität.

Die Gemeinde Bhimtar mit ca. 900 Haushalten liegt 30km östlich von Kathmandu und gehörte schon vor den Erdbeben zu den ärmsten Gemeinden im Sindupalchok Distrikt. Sindupalchok wurde während der Erdbeben besonders hart getroffen: In Bhimtar wurden alle Haushalte komplett oder teilweise beschädigt, darunter die auch knapp über 300 Biogasanlagen in der Gemeinde. Die meisten BewohnerInnen von Bhimtar sind so arm, dass sie bis heute noch in temporären Unterkünften aus Bambus und Stroh wohnen und sich die Reparatur ihrer Biogasanlagen nicht  leisten können.

Dabei sind Biogasanlagen im ländlichen Raum Nepals sehr beliebt: Dank der Biogasanlage kann ein Haushalt rauchfrei und kostengünstig kochen. Außerdem sind die Biogasanlagen echte Klimaschützer: sie sparen pro Jahr drei Tonnen CO2 gegenüber dem Drei-Steine-Feuer ein. Nachdem die Beben die Biogasanlagen beschädigt hatten, mussten die Haushalte nun wieder auf das traditionelle Drei-Steine-Feuer zurückgreifen. Die Rußbelastung gefährdet die Atemwege. Außerdem mussten die Haushalte wieder mehr Zeit und Geld investieren, um sich Feuerholz zum Kochen zu besorgen.

Koordiniert wurden die Reparaturmaßnahmen von unserem Projektpartner BSP-N (Biogas Sector Partnership Nepal). BSP-Nepal ist einer der erfahrensten Akteure im nepalesischen Biogas-Sektor. Die NGO und insbesondere ihr Geschäftsführer Bala Ram Shrestha setzt sich mit ganzer Kraft für die Weiterverbreitung der Technologie in seinem Land ein. So gingen die Reparaturmaßnahmen schnell und effizient von Statten. Die häufigsten Schäden wiesen Kleinteile wie Ventile, Gashahn, Druckmesser oder Schlauchleitungen auf, die ausgetauscht werden mussten. Andere Bestandteile wie Einlaufvorrichtung oder Gaskocher konnten in vielen Fällen repariert werden.

atmosfair-Berater Bhai Maharjan traf beim Überprüfungsbesuch in Bhimtar auf jede Menge fröhlicher Gesichter. „Die Reparatur der Biogasanlagen bedeutet für viele Menschen einen Schritt in Richtung Normalität“ sagte Maharjan. Biogasnutzerin Bharar Danuwar und ihre Familie können jetzt wieder mit Biogas kochen.  „Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass unsere Biogasanlage wieder funktioniert: wir kochen dreimal am Tag und brauchen uns keine Gedanken mehr zu machen, wo das Brennholz dafür herkommt. Nach den Erdbeben mussten wir das Holz aus unseren kaputten Häusern verfeuern. Das ist aber schon aufgebraucht.“

Unser Pilotprojekt hat aber nicht nur in Bhimtar Wirkung gezeigt: Die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die nepalesische Agentur zur Förderung Erneuerbarer Energien (AEPC) haben sich nach dem Erfolg in Bhimtar entschlossen, das Reparaturprogramm auf weitere Distrikte auszuweiten - eine Entscheidung, über die wir uns sehr freuen, denn noch ist der Großteil der Erdbebenschäden nicht behoben.

Ermöglicht wurden die Reparaturmaßnahmen dank der großzügigen Spende unseres Schirmherrn und Klimaforschers Prof. Dr. Mojib Latif, der 2015 sein Preisgeld für den Deutschen Umweltpreis für atmosfair-Projekte gab. Die Reparatur der Biogasanlagen ist Teil der „Neue Energie für Nepal“ Initiative, die atmosfair nach den Erdbeben zusammen mit dem forum anders reisen, dem Verband der nachhaltigen Reiseveranstalter ins Leben gerufen hatte.

 

Lesen Sie mehr über atmosfairs Engagement in Nepal und helfen Sie mit:

Biogasanlagen-Projekt: Mit Ihrem Klimaschutzbeitrag unterstützen Sie den Bau neuer Biogasanlagen in Nepal. Mehr zum Projekt und Spendenmöglichkeit finden Sie hier: https://www.atmosfair.de/de/nepal-biogas

Wir wollen 56 weitere Anlagen in der Region Helambu reparieren lassen. Erfahren Sie mehr über das Projekt und besuchen Sie uns bei Betterplace:

https://www.betterplace.org/de/projects/56183

Neue Energie für Nepal: Möchten Sie weitere Reparaturen von Biogasanlagen in Nepal fördern oder auch den Aufbau des ersten klimafreundlichen Trekkingpfads in Nepal, dem Climate Trek Nepal, dann besuchen Sie unsere Projektseite https://www.atmosfair.de/de/neue_energie_nepal

Der Hamburger „Energiesparmeister“ 2016 stellt sich vor


Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zu verknüpfen, ist kein leichtes Unterfangen. Aber die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Barmbek haben es geschafft: Mit ihrem Projekt „Grünes Licht für Togo“ bauen die jungen Klimaschützer im Unterricht Solarlampen zusammen, die sie mithilfe ihrer Partner, der Kopeme-Mikrofinanzgruppe, an Familien im westafrikanischen Togo übermitteln. Auf diese Art und Weise wird dem Klima sowie den Lampen-Besitzern mehrfach geholfen: Nicht nur die CO2-Bilanz der Solarlampen ist geringer als die der sonst üblichen Kerosinlampen. Nein, auch in den dunklen Abendstunden können die jüngsten Familienmitglieder die Zeit effektiv nutzen, um ihre Hausaufgaben zu erledigen. Gleichzeitig reduzieren die Solarlampen das Gesundheitsrisiko, das von den rauchigen Kerosinlampen ausgeht.

Für dieses tolle Projekt wurde die Stadtteilschule Barmbek im Jahr 2016 beim Wettbewerb „Energiesparmeister“ ausgezeichnet. Nun drehten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gemeinsam mit ihrem Lehrer auf eigene Initiative ein Video zu ihren Aktivitäten. Darin beschreiben sie nicht nur die Herstellung der Solarlampen für die togolesischen Projektpartner, sondern stellen auch viele weitere inspirierende Klimaschutzmaßnahmen der Emil-Krause-Oberstufe vor. So lernt der/die ZuschauerIn, dass der Campus 19.400 kg CO2 im Jahr durch das Solarlampenprojekt einspart. Darüber hinaus leisten auch die Teilnahme am Fifty/Fifty-Programm zur Energieeinsparung an Schulen, Regenwasser-Toilettenspülungen sowie Fahrräder für Standort-pendelnde Lehrkräfte einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.

Schauen Sie sich das Video der Hamburger Oberstufe der Stadtteilschule Barmbek doch einmal selbst an: https://www.youtube.com/watch?v=IT_SxIDP4RI&t=8s

atmosfair unterstützt die Schülerinnen und Schüler im Zuge dieses Vorhabens darin, ihre Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen weiter auszubauen. Mit dem Preisgeld für den „Energiesparmeister“ Hamburg konnten die Schülerinnen und Schüler der Emil-Krause-Oberstufe  weitere togolesische Dörfer mit Solarlampen versorgen.

Dieser vielseitige Einsatz ist bemerkenswert!

Weitere Informationen zum Projekt der Stadtteilschule Barmbek sowie zum „Energiesparmeister“ finden Sie hier: https://www.atmosfair.de/de/umweltbildung/energiesparmeister

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