Schweizer Regierung kompensiert mit atmosfair


Im Auftrag der Schweizer Regierung hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die CO2-Kompensation der Regierungsdienstreisen ausgeschrieben. Wie auch in den Vorjahren hat ein atmosfair-Klimaschutzprojekt die Ausschreibung gewonnen; dieses Jahr unser Klimaschutzprojekt mit effizienten Öfen in Ruanda.

In der Ausschreibung waren Projekte gewünscht, die nach den strengen Kriterien der UN und des Gold Standard zertifiziert sind. Damit wird z.B. sichergestellt, dass die CO2-Einsparungen nachhaltig sind und die Klimaschutzprojekte den Menschen vor Ort konkret helfen. Das atmosfair-Projekt hat alle Anforderungen erfüllt – wieder eine schöne Bestätigung für die Qualität unserer Klimaschutzprojekte!

Ruanda ist dicht besiedelt, die Bevölkerung wächst stark und es gibt viele Flüchtlinge aus dem Kongo. Da vor allem mit Holz und Kohle gekocht wird, werden die Wälder schnell abgeholzt. Das Feuerholz ist teuer, die Suche nach Feuerholz ist gerade für Frauen gefährlich und sehr zeitaufwendig. Außerdem entsteht bei den traditionellen Feuerstellen viel Rauch, die dadurch hervorgerufenen Lungenkrankheiten enden gerade bei Kindern leider immer wieder tödlich. Unsere effizienten Öfen verringern den Holzbedarf beim Kochen um bis zu 80% und durch die effiziente Verbrennung wird Rauch fast vollständig vermieden. Beides verbessert den Lebensalltag erheblich. Gleichzeitig werden potentielle Konflikte um Holzressourcen zwischen Geflüchteten und benachbarten Kommunen minimiert.

atmosfair arbeitet vor Ort mit Frauenorganisationen zusammen, die die Öfen montieren, vertreiben und die Familien in der Ofennutzung schulen. So entstehen Arbeitsplätze und nachhaltige Strukturen zum Wissensaustausch. Erst durch die hohen Subventionen von atmosfair können sich auch einkommensschwache Haushalte die effizienten Öfen leisten. Weitere Projektinfos finden Sie unter www.atmosfair.de/de/energieeffizienz/rwanda.

Gesundheitsstudie aus ruandischem Flüchtlingscamp veröffentlicht


Die Ergebnisse einer Feldstudie, die eine Verbesserung der Nutzerinnen-Gesundheit durch unsere effizienten Öfen in einem ruandischen Flüchtlingslager belegen, wurden nun veröffentlicht.

Gemeinsam mit Ärzten der Universität Lübeck sowie des gemeinnützigen Vereins Buana aus Hamburg hat atmosfair eine Gesundheitsstudie im Flüchtlingscamp Kiziba in Ruanda durchgeführt. Im Frühjahr 2016 wurden die Untersuchungen abgeschlossen. Knapp 500 Frauen nahmen an der Studie teil, bei der vor sowie acht Monate nach Verteilung der Save80-Öfen ein Lungenfunktionstest durchgeführt wurde. So konnten die Folgen des offenen Feuers sowie der Einfluss der Öfen auf die Lungengesundheit ermittelt werden. Dabei handelt es sich um die erste Feldstudie dieser Art.

Bereits acht Monate nach Einführung der Öfen konnte gezeigt werden, dass sich die Lungenfunktionswerte bei allen Probandinnen messbar verbessert hatten. Diese Verbesserung wird auch von den Probandinnen selbst als Linderung ihrer Beschwerden wahrgenommen. Die  Verbesserung ist bei den Frauen am deutlichsten, deren Bronchien durch das Kochen am offenen Feuer zuvor am stärksten geschädigt waren. Es darf daher vermutet werden, dass eine dauerhafte Reduktion der Belastung von Lunge und Bronchialsystem auch das Risiko von Spätfolgen minimiert, wie z.B. das Auftreten von bösartigen Tumoren in der Lunge.

Die Studie ist in einer Kurzfassung auf unserer Projekt-Website zu finden sowie unter dem folgenden Link direkt einsehbar:

https://admin.atmosfair.de/documents/10184/0/Ruanda+Studie/d1abfcb2-6a9d-4168-9649-32cb10ea62d7

Mehr zum Projekt erfahren Sie auf unserer Projekt-Webseite:

https://www.atmosfair.de/de/energieeffizienz/rwanda

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