Südafrika : Strom aus Windkraft am Kap der Guten Hoffnung

Gesamteinsparung: 60.000t CO2 pro Jahr, gemittelt über 10 Jahre
Technologietransfer: Windturbinen aus Deutschland, weitere Technologie wird vor Ort produziert
Lokale Umwelt: Ersetzt fossile Brennstoffe durch Windkraft
Weitere Vorteile: Klimabildung über Informationszentrum
Projektpartner: Oelsner Group

Ausgangssituation

Südafrika verfügt insbesondere am Kap der guten Hoffnung über ein großes Potential an Windkraft. Im Jahr 2008 wurde in der Provinz Western Cape, ca. 70 km nördlich von Kapstadt, die erste Windfarm in Betrieb genommen. Projektbetreiber ist die in Südafrika ansässige Oelsner Group, die dort im Bereich der Windenergie seit langer Zeit Pionierarbeit leistet.

Auf diesem Grundstück sollen insgesamt 16 neue Windkrafträder entstehen.

Auf diesem Grundstück sollen insgesamt 16 neue Windkrafträder entstehen.

Projektidee

Aufbauend auf den Erfahrungen und Erfolgen der Darling Windfarm hat atmosfair die Oelsner Group beim Aufbau eines zweiten Windparks in Kerrifontein/Western Cape unterstützt. Der Kerrifontein Windpark soll unweit der Darling Windfarm auf einer küstennahen Fläche errichtet werden, die durch extensive Landwirtschaft (insbesondere Viehzucht) genutzt wird. Die Errichtung und der Betrieb der Windfarm sollen im Umfeld der Anlage zahlreiche Arbeitsplätze schaffen und zum Großteil auf lokale Ressourcen zurückgreifen (Bausubstanz, Straßen, Transformatoren, Kabel etc.) Der Import der Turbinen aus Deutschland soll den Transfer von klimafreundlicher Technologie und Know-How fördern. Durch den Betrieb eines Bildungs- und Informationszentrums soll technisches Wissen im Bereich erneuerbarer Energien an Besucher und Interessierte (Studenten, Techniker, Touristen etc.) vermittelt und die Aufmerksamkeit bezüglich lokaler Umweltaspekte gestärkt werden. Bis 2030 sollen 16 Windturbinen mit jeweils 1,3-1,5 MW Leistung 52,8 GWh sauberen Strom pro Jahr produzieren.

 

Stand der Dinge

Durch die finanzielle Unterstützung seitens atmosfair konnte in 2011 die Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Weiterhin war geplant, dass atmosfair zusätzlich die komplette CDM Gold Standard Projektentwicklung durchführt.

Der Baubeginn des Windparks war ursprünglich für Ende 2012 geplant. Nach jahrelanger Verzögerung bei der Einführung eines Einspeisetarifes in Südafrika, konnten bislang keine finanziellen Investoren für den Bau des Windparks gefunden werden. Somit wurden die Windräder bisher noch nicht gebaut und es bleibt weiterhin fraglich, ob der Windpark in naher Zukunft gebaut wird. atmosfair wird die Entwicklung des Projektes weiterverfolgen und steht dabei in Kontakt mit dem Projektpartner. Im Falle eines Baus des Windparks behält atmosfair sich die Option offen das Projekt erneut im Rahmen der CDM Gold Standard Projektentwicklung zu unterstützen.