Newsletter 2/2014

Berlin/Bonn August 2014

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Ergebnisse einer aktuellen Befragung des Online-Reiseservice Opodo über das Reiseverhalten seiner europäischen Kunden und Followern in sozialen Netzwerken lassen auf ein steigendes Umweltbewusstsein schließen. 70 % der Kunden bereit sind bereit für umweltfreundliche Leistungen im Urlaub einen Aufschlag zu leisten.

Im Newsletter lesen Sie außerdem über das Klimaengagement der Schauspielerin Lisa Martinek und einen neuen Partner von atmosfair, die GreenLine Hotels. In Ruanda haben wir gerade 120 Kundenhaushalte zu ihren neuen Öfen befragt – lesen Sie hier, wie wir in 2013 den 60.000 ten Ofen in Indien, Kamerun, Lesotho, Nigeria und Ruanda dank Ihrer Unterstützung zu subventionierten Preisen verkaufen konnten. Mehr dazu in unserem Jahresbericht auf S. 12. (Download 7,3 MB)

In eigener Sache: Wir suchen MitarbeiterIn in Vertrieb und Business Development (Vollzeit). Bewerbungsschluss ist der 10. September 2014.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

Ihr Dietrich Brockhagen

Geschäftsführer atmosfair

 

P.S. Fragen, Anregungen und Kritik richten Sie bitten an: [email protected]

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Steigendes Umweltbewusstsein beim Reisen

Opodo-Kundenbefragung untersucht Reiseverhalten der Europäer

Berlin, August 2014: Eine aktuelle Befragung von Opodo-Kunden aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien im Mai diesen Jahres zufolge, ist für 98 Prozent der befragten Europäer nachhaltiges Reisen ein Begriff.  Für zwei Drittel der Teilnehmer bedeutet dies, bewusst Rücksicht auf die Natur und fremde Kulturen zu nehmen.

Das gute Gewissen ist den Europäern sogar einen Aufschlag wert: 70 Prozent sind bereit, für umweltfreundliche Leistungen im Urlaub mehr zu bezahlen. Am großzügigsten sind dabei die Deutschen mit 76 Prozent. Großbritannien und Frankreich teilen sich mit 66 Prozent den zweiten Rang. Schlusslicht sind die Italiener mit 47 Prozent.

Bei der Wahl des Transportmittels hingegen sind sich die Europäer wieder einig: 86 Prozent gaben an, auch im Urlaub lokale bzw. öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und sich zu Fuß oder per Fahrrad zu bewegen. Neben der Umweltfreundlichkeit sei es spannend, auf diese Art die Lebensweise und Kultur des Landes kennenzulernen, so die Befragten.

Bei der umweltfreundlichen Fortbewegung im Alltag haben die Deutschen die Nase vorne: 21 Prozent gehen am liebsten zu Fuß, nutzen das Rad oder nehmen öffentliche Verkehrsmittel. Bei den Italiener sind es lediglich fünf Prozent.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier

Neue Design-Studie zu weltweitem Emissionshandelssystem für Flugverkehr

Öko Institut und CE-Delft legen die Umweltmeßlatte so hoch wie atmosfair

Berlin,  Juli 2014: Das Öko-Institut Berlin und CE-Delft haben im Auftrag des Umweltbundesamtes eine Studie erarbeitet, die mögliche Ausgestaltungen eines  zukünftigen weltweiten Flugverkehrsemissionshandelssystems aus Klimaschutzsicht untersucht.

Ein wichtiges Kapitel der Studie diskutiert, welche Arten von CO2-Minderungen in anderen Sektoren für Fluggesellschaften auf ihre CO2-Emissionen anrechenbar sein sollten. Zugrunde liegt der Beschluss der Internationalen zivilen Luftfahrtorganisation (ICAO) von 2013, wonach weltweit ein System eingeführt werden soll, was die netto CO2-Emissionen der Luftfahrt nach 2020 konstant hält, auch wenn wie prognostiziert die CO2-Emissionen der Luftfahrt auch nach 2020 weiter steigen werden.  Der Anstieg über das CO2-Niveau von 2020 hinaus soll nach dem ICAO Beschluss durch Kompensationsprogramme oder –Projekte oder andere marktbasierte Mechanismen möglich werden, die bis 2016 beschlossen werden sollen.

Die Studie des Öko-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass CO2-Minderungen durch Fluggesellschaften nur in Projekten erbracht werden sollten, die mindestens den Umweltstandards des CDM (Clean Development Mechanism der UN) entsprechen.  Dies gilt insbesondere für das Kriterium der Zusätzlichkeit, welches regelt, dass nur Projekte zulässig sind, die ohne die Förderung über die CO2-Zertifikate nicht ohnehin laufen würden.  Damit kommt das Öko-Institut zu dem gleichen Schluss wie atmosfair. Seit dem Start von atmosfair in 2004 sind CO2-Kompensationsprojekte von atmosfair CDM-Projekte, weil hier diese Art von Kriterien am strengsten überwacht werden.

Weiterhin prüft die Studie des Öko-Instituts, ob in solch einem System eher eine zentrale Organisation oder die Airlines haftbar sein sollen, ob die CO2-Reduktionsziele als Mittelwert für die Branche oder auf jede einzelne Airline angewendet werden sollen und wie Ausnahmen für die wirtschaftlich schwächsten Länder der Welt eingebaut werden könnten.

Die volle Studie gibt es hier kostenlos zum Download von der Seite des Umweltbundesamtes

Lisa Martinek im atmosfair-Interview

Keine Chance für die Hektik

Berlin, August 2014: Die Schauspielerin Lisa Martinek ist beruflich oft unterwegs und pendelt zwischen Berlin und München, oft mit der ganzen Familie. Besonders wichtig ist ihr dabei, das Reisen entspannt in den Alltag zu integrieren. Im atmosfair-Interview spricht sie über Ihr Reiseverhalten und ihr Klimaengagement. Das vollständige Interview lesen Sie im atmosfair-Jahresbericht auf S. 29. (Download 7,3 MB)

Neuer Partner: GreenLine Tagungshotels

Berlin, August 2014: Der neue Tagungskatalog der GreenLine Hotels ist erschienen und enthält neben den Landhotels in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Polen und den Niederlanden nun auch klimafreundliche Tagungshotels. Das neu eingeführte Green Sign verschafft den Kunden einen besseren Überblick darüber, wie nachhaltig die einzelnen Mitgliedshäuser wirtschaften. Dafür werden die Bereiche Umwelt, Einkauf, Transport, Qualitätsmanagement und Soziale Verantwortung durch die Hochschule Heilbronn geprüft.

Zudem kooperieren bereits zwei der GreenLine Hotels - das Park Hotel Schloss Rattey in Mecklenburg Vorpommern und das Schlosshotel Blankenburg im Harz - mit atmosfair und ermöglichen ihren Tagungskunden die Berechnung und Kompensation der CO2-Emissionen, die durch ihre Veranstaltung entstehen. Mehr Infos

120 Haushalte in Ruanda befragt

Brennholz - effiziente Öfen

MonitoringRuanda

Mitarbeiter von Safer Rwanda bei einer Haushaltsbefragung. Stehend im Hintergrund links: Toyin Oshaniwa (atmosfair Nigeria) und rechts Allan Mubiru (atmosfair Rwanda)

Ruanda, August 2014: Anfang des Monats hat atmosfair eine Befragung von Kundenhaushalten in Rwanda erfolgreich beendet. Insgesamt wurden mehr als 120 Haushalte besucht. Die Ergebnisse werden nun in einem Bericht (Monitoring Report) zusammengestellt. Die externe Überprüfung dieser Ergebnisse und der CO2-Reduktion  durch ein unabhängiges Prüferteam der UN  findet voraussichtlich Ende August/Anfang September statt.

Seit fast einem Jahr ist Allan Mubiru als atmosfair Countrymanager in Rwanda zuständig für unser Projekt mit effizienten Öfen für die Brennholzreduktion. Im vergangenen Monat fand die erste Befragung statt, um die Zufriedenheit der Familien bei der Nutzung des Ofens zu messen. Aus den Ergebnissen werden dann auch die bisher erreichten CO2-reduktionen berechnet. Unsere Projektpartner, die gemeinnützigen NGOs SaferRwanda und Rwanda Women´s Network, wurden im Vorfeld von Allan ausgebildet, um die notwendigen Haushaltsbefragungen und Effizienztests durchzuführen. Dabei wurden die Mitarbeiter für potentielle Besonderheiten und Schwierigkeiten sensibilisiert. Auch Toyin Oshaniwa, atmosfair Countrymanager  in Nigeria, reiste eigens nach Ruanda, um sich einen Überblick über die Befragung zu bilden, und um die eigene in Nigeria vorzubereiten, bei der erstmals unter seiner Leitung 250 Haushalte besucht werden. Die momentan angespannte und schwierige Sicherheitssituation im Norden des Landes, von der wir im letzten Newsletter berichteten, wird diese Aufgabe deutlich erschweren. Wir freuen uns, dass unsere Projektpartner und atmosfair Mitarbeiter über Landes und Projektgrenzen zusammenarbeiten um Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Eine gelunge Süd-Süd Kooperation.

60.000 effiziente Öfen in atmosfair-Projekten

Ruanda, August 2014: Im Jahr 2013 wurde in unseren Projekten in Indien, Kamerun, Lesotho, Nigeria und Ruanda zusammengenommen der  60.000te effiziente Ofen an private Haushalte zu subventionierten Preisen verkauft. Unter der Annahme einer durchschnittlichen Haushaltgröße von 5 Personen profitieren somit rund 300.000 Menschen von der energieeffizienten Technologie. Einen besonderen Anteil an diesem Erfolg haben unsere acht Partnerorganisationen, die für die Projektimplementierung vor Ort verantwortlich sind. Neben unseren bestehenden Kooperationen in den einzelnen Ländern konnten wir ebenfalls neue Projektpartner, wie beispielsweise UNHCR in Ruanda, dazugewinnen. In 2013 arbeiteten insgesamt 50 Vollzeitbeschäftigte in Deutschland, Indien, Kamerun, Lesotho, Nigeria und Ruanda daran, Öfen zu subventionierten Preisen in den Projekten zu verkaufen, und die CO2-Reduktionen  zu dokumentieren und zu berechnen. 

Lesen Sie mehr dazu im atmosfair Jahresbericht auf S. 12. (Download 7,3 MB)

Bis Ende 2015 sollen in den bestehenden Projekten von atmosfair schätzungsweise weitere 50.000 effiziente Öfen angeliefert/ausgegeben werden. In Zusammenarbeit mit den Projektpartnern in den einzelnen Ländern leistet atmosfair damit einen wichtigen Beitrag, um die Ziele der Global Alliance for Clean Cookstoves (GACC) zu erreichen. Das übergreifende Ziel sieht vor, dass bis 2020 in 100 Millionen Haushalten weltweit effiziente Kocher genutzt werden.   

Im Namen unserer Projektpartner sowie den vielen Haushalten, die in den vergangenen Jahren einen effizienten Kocher erhalten haben, möchten wir uns ganz herzlich bei allen Spendern für die wichtige Unterstützung bedanken.

atmosfair sucht MitarbeiterIn in Vertrieb und Business Development (Vollzeit)

Zur Verstärkung unserer Vertriebsabteilung suchen wir ab sofort eine/n MitarbeiterIn in Vertrieb und Business Development. Eine detaillierte Stellenbeschreibung und Informationen zum Bewerbungsprozess finden Sie hier.

Bewerbungsschluss ist der 10. September 2014.