Newsletter 01/2016

 

Liebe Leserinnen und Leser,

fast ein Jahr ist es schon her, dass in Nepal das  verheerende Erdbeben rund 9000 Menschen das Leben kostete. Die Naturkatastrophe warf das ohnehin arme Land um Jahrzehnte in seiner Entwicklung zurück. Während das Beben und dessen Verwüstungen in Europa schon lange aus den Schlagzeilen verschwunden sind, geht der Überlebenskampf der Menschen vor Ort weiter. Schon kurz nach der Katastrophe wurde schnell klar, dass auch viele von atmosfair unterstützte Nepalesen alles verloren hatten. Deshalb entschieden wir uns damals zusammen mit forum anders reisen schnell für eine Initiative zum Wiederaufbau. Nun liegt knapp ein Jahr mit Planungen, Gesprächen und Vor-Ort-Besuchen hinter uns. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir stellen nicht nur Direkthilfen für die betroffenen Haushalte bereit, sondern arbeiten auch mit voller Kraft an einem klimafreundlichen Trekking-Pfad, der 2017 eröffnet werden soll.

Um möglichst viele Menschen für einen ökologisch und sozial verträglichen Tourismus zu gewinnen, ist atmosfair auch dieses Jahr auf der 50. Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin dabei. Dort präsentieren wir zusammen mit dem forum anders reisen am 11. März die Wiederaufbau-Initiative „Neue Energien für Nepal“. Außerdem im Programm: Wir stellen unser nagelneues Nachhaltigkeits-Benchmarking für Geschäftsreisen und Mobilität vor. Deutsche Unternehmen vergeben viel Potential, wenn sie nicht richtig messen, ob sich ihre Geschäftsreisen lohnen.

Und noch eine gute Nachricht aus Ruanda: Zehntausende Familien nutzen dort bereits unsere Save80-Öfen, die knappes Holz zum Kochen sparen, die Küchen rauchfrei machen - und dem Klimaschutz helfen. Das wurde atmosfair im Januar durch die von der UN zugelassene Prüforganisation Carbon Check  bestätigt. Da kommt es gerade recht, dass unser Schirmherr Prof. Latif sein Preisgeld für den deutschen Umweltpreis 2015 an unsere Projekte in Ruanda und Nepal spendet. Lieber Herr Latif, noch einmal an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch zum Umweltpreis und herzlichen Dank für all Ihre Unterstützung für atmosfair, nicht nur mit dieser Spende!

Ihr Dietrich Brockhagen
Geschäftsführer atmosfair

P.S. Fragen, Anregungen und Kritik richten Sie bitte an:
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atmosfair at the first Berlin Climate Day

atmosfair at the first Berlin Climate Day

atmosfair at the first Berlin Climate Day

Berlin: Anyone can protect the climate: hundreds of interested people could learn how at the first Berlin Climate Day on April 26th. Together with the visitors, we went on a visual trip around the world in the form of a slideshow of all of our projects. How does the "Save80" stove, with which one can save 80 percent of the usual amount of firewood used during cooking, work? Above all and fitting to the day's theme, however, our participants could apply tips to their own lives. How many carbon dioxide emissions are actually produced by different holiday trips? The visitors were asked to provide estimates. Perhaps some of them will prefer to travel by train or bus in the future if a flight is not absolutely unavoidable. Our delicious recipes offered culinary inspiration from, for example, Cameroon. A small tip: you can find these recipes in our Annual Report if you want to try them out (Link). Besides atmosfair, around 30 other exhibitors from the energy, food, consumer goods, and transportation industries presented themselves in Markthalle Neun in Kreuzberg. They showed that all areas of social action and life play a role in climate change. All in all, it resulted in a wide-ranging programme with a vegan cooking class, podium discussions, and presentations – for example, by representatives from the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) or the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK). It was a complete success and perhaps a model for Climate Days in other cities!

Newsletter 12/2013

Erfolgsmessung von Geschäftsreisen

 

atmosfair stellt auf der diesjährigen ITB am 10.03.2016 16.45 Uhr in Halle 7.1c, Saal Paris 1 eine Innovation im Bereich Geschäftsreisen vor: das Nachhaltigkeits-Benchmarking für Geschäftsreisen und Mobilität. 20 Unternehmen haben an der Studie teilgenommen und Daten geliefert, die vergleichen lassen, wie wichtig Geschäftsreisen für den Unternehmenserfolg sind. Die Methode hat atmosfair im vergangenen Jahr zusammen mit dem Beratungsunternehmen EcoLibro vollständig neu entwickelt und ist weltweit einzigartig. Im Vortrag werden die Ergebnisse aus 2015 vorgestellt und gezeigt, wie Unternehmen den Beitrag von Geschäftsreisen zum wirtschaftlichen Erfolg und zu ökologisch-sozialer Nachhaltigkeit messen und untereinander vergleichen können, um sich gezielt zu verbessern. In einem anschließenden Panel mit Unternehmensvertretern, darunter der Deutschen Telekom und KPMG, werden die neuen Möglichkeiten des Ansatzes diskutiert.

Die ausführliche Newsmeldung und mehr Informationen zum Thema Benchmarking.

atmosfair auf der ITB

Wie nachhaltig sind Ihre Geschäftsreisen?

Newsletter 12/2013

Biogasanlagen in Kenia bestehen CO2-Check

 

Berlin/Nairobi, Januar 2013: Die Prüforganisation Carbon Check bestätigte atmosfair mehr als 2.800 Tonnen geprüfte CO2-Minderungen aus 500 Biogasanlagen in Kenia. 2014 hatte atmosfair dort begonnen, die Ausbildung einheimischer Fachkräfte durch indische Experten - von dem Subkontinent stammt das Konzept der Biogas-Haushaltsanlage -  zu unterstützen.

Mittlerweile arbeiten 54 Maurer für unseren lokalen Projektpartner Sustainable Energy Strategies (SES). Dieser ist nicht nur für den Bau, sondern auch für Inbetriebnahme und Wartung der Anlagen zuständig. Im August 2015 kontrollierte Carbon Check vor Ort, inwieweit sich der vorausberechnete Klimanutzen durch das Biogasprojekt einstellt.

Der Erfolg beruht vor allem auf der guten Zusammenarbeit von atmosfair und dem Partner Sustainable Energy Strategies (SES). David Karanja, Leiter von SES, gelang es, viele neue Haushalte für die Biogasanlagen zu begeistern.  Einzige Voraussetzung ist, dass der Haushalt über mindestens zwei Kühe verfügt, um den täglichen Betrieb zu garantieren. Als "Gegenleistung" können die Haushalte dann selbstgemachtes Biogas nutzen. Sie benötigen kein Feuerholz bzw. keine Holzkohle mehr zum Kochen und sind damit auch nicht mehr dem gesundheitsschädlichen Qualm und Rauch in ihren Küchen ausgesetzt. 2017 steht die nächste Überprüfung der CO2-Minderungen an.

Bau einer neuen Biogasanlage

Bau einer neuen Biogasanlage

Newsletter 12/2013

Klimafreundlich durch Nepal trekken

 

Berlin/Kathmandu, März 2016: Neue Fahrt nimmt die durch atmosfair und dem forum anders reisen angestoßene Aufbau-Initiative für das Himalaja-Land Nepal auf. Die Pläne unter dem Motto „Neue Energie für Nepal“ sind ehrgeizig: Im Frühjahr 2017 sollen die ersten Touristen auf Nepals erstem klimafreundlichen Trekkingpfad, dem so genannten „Climate Trek“, wandern können.

atmosfair und forum anders reisen unterstützen damit den Wiederaufbau in den Bergdörfern nördlich der Hauptstadt Kathmandu. Während in der Hauptstadt die Trümmer des schweren Erdbebens vom Frühjahr 2015 weggeräumt sind, sollen in Bergregionen bis zu zwei Millionen Nepalesen noch immer in Notunterkünften leben.

Der klimafreundliche Trekking-Weg soll durch sechs Orte im Helambu-Tal entlang buddhistischer Klöster auf einer Höhe von unter dreitausend Metern verlaufen. Das macht ihn besonders für Einsteiger in den Nepal-Bergtourismus attraktiv. Zudem sollen die Gasthäuser entlang des Treks mithilfe von Solarenergie über Strom und Warmwasser verfügen. Das Gas zum Kochen wird aus Klein-Biogasanlagen kommen, die ihrerseits organische Abfälle nutzen. Die Nähe zur Hauptstadt Kathmandu macht einen Inlands-Flug zur An- und Abreise überflüssig.

Einheimische Architekten haben bereits Pläne vorgelegt, wie die neuen Touristen-Lodges aussehen könnten. Die Häuser sollen erdbebensicher sein und in erster Linie mit örtlich vorhandenen Baumaterialien errichtet werden. atmosfair strebt zudem an, dass auch nicht direkt vom Tourismus lebende Nepalesen einen Nutzen vom neuen Trekkingpfad haben. Deshalb sollen auch Schulen und Krankenstationen in der Region mit einer erneuerbaren Energieversorgung ausgestattet werden.

Für Mitte März 2016 ist ein Treffen der vier vor Ort beteiligten Reiseagenturen mit allen interessierten Gasthaus-Besitzern geplant. Einige der Gastgeber hatte atmosfair bereits während eines Besuchs im Juli 2015 kennengelernt.

Wenn Sie die Menschen in Nepal beim klimafreundlichen Wiederaufbau des Landes unterstützen wollen, können Sie das über die Betterplace-Kampagne von atmosfair tun. Ihre Spende hilft atmosfair und seinen Partnern im Nepal, Haushalte im Helambu- und Langtang-Gebiet mit mobilen Solarsystemen und raucharmen Kochern auszustatten. Sie tragen direkt dazu dabei, Licht, Strom und warme Mahlzeiten in die oftmals noch notdürftigen Unterkünfte in den Bergregionen zu bringen.

Bau einer neuen Biogasanlage

Durch das Helambu-Tal soll der Climate Trek führen

Neue Öfen auf dem Weg



Berlin, Februar 2016: Zahlreiche freiwillige Klimaschutzbeiträge an atmosfair machten es möglich, Anfang 2016 3.800 neue Öfen für unsere Projekte in Ruanda zu bestellen. Die Öfen werden dabei nicht "fix und fertig" von Deutschland aus verschifft, sondern es gehen nur Container mit den Ausgangsmaterialien auf die lange Seereise von Hamburg nach Dar es Salaam. Eine gewichtige Fracht übrigens: Die Edelstahlplatten, Wonderboxen und Schrauben bringen pro Container fast neun Tonnen auf die Waage.

Ruanda in Zentralafrika gehört zu den Ländern, in denen sich die Save80-Öfen großer Beliebtheit erfreuen. In den letzten vier Jahren schickte atmosfair Material für rund 21.300 Öfen in das zentralafrikanische Land, allein 2014 konnten an ruandische Familien etwa 11.000 Öfen vermittelt werden.

Der Schiffstransport dauert in der Regel zwei Monate. Von der tansanischen Hauptstadt Dar es Salaam nehmen die Öfen dann einen anderthalbtausend Kilometer langen Landweg zu unserer Partnerorganisation Safer Rwanda in Kigali.  

Sobald das Material in Kigali ankommt, bringen unsere Partner Helfer zusammen. Eine gutes Dutzend von ihnen muss beim Entladen mit anpacken. Regie führt dabei ein Team von acht Frauen. Sie sind letztlich für die Produktion und den Zusammenbau der Öfen verantwortlich und geben den helfenden Männern genaue Anweisungen, was wo hinzukommen hat.  Wird das Material schon direkt beim Ausladen ordentlich sortiert, können die Mitarbeiter ohne Verzögerung mit der Produktion der Öfen loslegen. Während die Materialien unterwegs waren, hatte zur selben Zeit ein lokaler Hersteller in Kigali auch damit begonnen, die Töpfe für die Save80-Öfen herzustellen.

atmosfair Country Manager Allan Mubiru ist voll des Lobes über die Mitarbeiterinnen: “Die Frauen haben in den vergangenen Jahren die Produktion der Öfen verbessert und effizienter gemacht. Jede fertigt jetzt am Tag zwischen 20 und 25 Öfen." Vor zwei Jahren seien es acht bis zwölf Öfen gewesen. "Dadurch verfügen die Mitarbeiterinnen auch über mehr Einkommen“, sagt Allan Mubiru. Im Durchschnitt würde jede umgerechnet rund 300 Euro  pro Monat verdienen.

Sind die Save80-Öfen hergestellt, wird die Qualität jedes einzelnen überprüft. Erst danach werden diese innerhalb des Landes zu subventionierten Preisen verkauft.

Die jetzige Containerfracht aus Hamburg wird Kigali voraussichtlich Ende April 2016 erreichen. atmosfair und unsere lokalen Partner bedanken sich schon jetzt bei allen Spendern für ihr klimafreundliches Engagement. Geht diese Unterstützung so weiter, ist es unser Ziel, Mitte dieses Jahres den 25.000sten Ofen nach Ruanda zu schicken.  

Lesen Sie hier mehr zu unserem Projekt.
Die neue Lieferung ist da

Die neue Lieferung wird ausgeladen

Newsletter 12/2013

Abschluss der Save80-Pilotphase im extremen Norden

 

Maroua, Januar 2016: Im vergangenen Jahr förderte atmosfair gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Einführung energieeffizienter Öfen im trockenen und stark entwaldeten Norden Kameruns. Jetzt liegen Ergebnisse über Nutzung und Klimaeffekt der 300 verkauften Save80-Öfen vor: Alle befragten Haushalte nutzen ihr Gerät täglich. Damit spart ein Ofen 1,9 Tonnen CO2 im Jahr ein. Das entspricht etwa einem einfachen Flug von Berlin nach Toronto.

Drei Viertel gaben zudem an, dass sie mehr als die Hälfte an Feuerholz einsparen. Ihre Ausgaben dafür sanken durchschnittlich um umgerechnet 40 Eurocents am Tag. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Pro-Kopf Einkommen liegt in Kamerun laut dem Internationalen Währungsfonds bei 3,50 Euro am Tag. Damit leistet die energieeffiziente Technologie einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung des verfügbaren Haushaltseinkommens.

Als Vorteil des „Save80“ nannten die Nutzer am häufigsten die schnelle Zubereitung von Gerichten, gefolgt von der Reduktion des Feuerholzkonsums und der Minderung von Qualm und Rauch in den Innenräumen.

Die große Mehrheit der Haushalte hatte die Möglichkeit genutzt, die subventionierten Öfen in Raten bei den lokalen Partnern abzubezahlen. Will man das Projekt in Kamerun ausbauen, sind also Konzepte wie Ratenzahlung oder Mikrokredite von zentraler Bedeutung. atmosfair wird daher in den kommenden Monaten mit seinen kamerunischen Partnerorganisationen intensiv über mögliche Verkaufsstrukturen beraten.

Für Evaluation und Dokumentation des Projekts hat Projektpartner Jean Claude die beiden Partnerorganisationen in Maroua ausgebildet. Die beiden Gruppen befragten insgesamt 49 Haushalte.

Lesen Sie hier mehr zu unserem Projekt.

Kamerun: Abschluss der Save80-Pilotphase

Ofen-Nutzerin Hawa kocht ein Essen

G7 meeting of finance ministers 2015 in Dresden offset by atmosfair

G7 meeting of finance ministers 2015 in Dresden

G7 meeting of finance ministers 2015 in Dresden

The German Federal Ministry of Finance and the German Central Bank commissioned atmosfair to calculate the CO2 emissions produced by the G7 Finance Summit 2015 in Dresden. The emissions produced by the event were offset by atmosfair climate protection projects. As part of the German G7 presidency, the finance ministers and central governors of the seven leading industrialised nations met from May 27th to 29th in Dresden. Whether a business or private event, atmosfair can calculate the climate impact of your event and create a detailed CO2 report.

You can find more information here: www.atmosfair.de/en/kompensieren/event

G7 meeting of finance ministers 2015 in Dresden offset by atmosfair

G7 meeting of finance ministers 2015 in Dresden

G7 meeting of finance ministers 2015 in Dresden

The German Federal Ministry of Finance and the German Central Bank commissioned atmosfair to calculate the CO2 emissions produced by the G7 Finance Summit 2015 in Dresden. The emissions produced by the event were offset by atmosfair climate protection projects. As part of the German G7 presidency, the finance ministers and central governors of the seven leading industrialised nations met from May 27th to 29th in Dresden. Whether a business or private event, atmosfair can calculate the climate impact of your event and create a detailed CO2 report.

You can find more information here: www.atmosfair.de/en/kompensieren/event

atmosfair at the first Berlin Climate Day

atmosfair at the first Berlin Climate Day

atmosfair at the first Berlin Climate Day

Berlin: Anyone can protect the climate: hundreds of interested people could learn how at the first Berlin Climate Day on April 26th. Together with the visitors, we went on a visual trip around the world in the form of a slideshow of all of our projects. How does the "Save80" stove, with which one can save 80 percent of the usual amount of firewood used during cooking, work? Above all and fitting to the day's theme, however, our participants could apply tips to their own lives. How many carbon dioxide emissions are actually produced by different holiday trips? The visitors were asked to provide estimates. Perhaps some of them will prefer to travel by train or bus in the future if a flight is not absolutely unavoidable. Our delicious recipes offered culinary inspiration from, for example, Cameroon. A small tip: you can find these recipes in our Annual Report if you want to try them out (Link). Besides atmosfair, around 30 other exhibitors from the energy, food, consumer goods, and transportation industries presented themselves in Markthalle Neun in Kreuzberg. They showed that all areas of social action and life play a role in climate change. All in all, it resulted in a wide-ranging programme with a vegan cooking class, podium discussions, and presentations – for example, by representatives from the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) or the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK). It was a complete success and perhaps a model for Climate Days in other cities!