Der Clean Development Mechanism, welcher den internationalen Rahmen auf Regierungsebene vorgibt, unter dem atmosfair die meisten seiner Projekte registriert, läuft 2020 aus. Ob es unter dem Pariser Abkommen einen Nachfolgemechanismus oder einen anderen Mechanismus geben wird, welcher Projekte zur freiwilligen CO₂-Kompensation weiterhin erlaubt, wird derzeit noch verhandelt. Insbesondere müssen sich die Länder noch auf verbindliche Regelungen zur Vermeidung von Doppelzählungen und zur Sicherung der Zusätzlichkeit von Kompensationsprojekten verständigen.

Freiwillige Klimaschutzstandards wie der Gold Standard versuchen nun, sich für den Fall abzusichern, dass die internationalen Verhandlungen scheitern. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern verschiedener freiwilliger Standards hat vor Kurzem ein Positionspapier zur Zukunft des freiwilligen Marktes zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlicht. Dieses Papier können Sie hier einsehen.

Der Vorschlag der Arbeitsgruppe bietet weder für die Vermeidung von Doppelzählungen noch für die Sicherstellung der Zusätzlichkeit von Emissionsreduktionen eine Lösung. Unsere Argumente und mögliche Lösungsansätze können Sie in der ausführlichen Stellungnahme von atmosfair zu dem Vorschlag der Arbeitsgruppe nachlesen.