ITB 2016 - 50 Jahre ITB Berlin

2016 war ein ganz besonderes Jahr für die ITB Berlin: Die Leitmesse der weltweiten Reisebranche wird 50 Jahre alt. Was 1966 mit 9 Ausstellern aus 5 Ländern begann, entwickelte sich zu einem Welterfolg: Heute sind es über 180 Länder aus allen fünf Kontinenten mit ca. 10.000 Ausstellern und 160.000 BesucherInnen. Auch der ITB Berlin Kongress hat sich mit 23.000 KongressbesucherInnen zur weltweit wichtigsten touristischen Informations- und Networking Plattform entwickelt.

Durch ein gezieltes CSR Management der ITB gewinnt auch der Bereich Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Ein wichtiger Baustein dabei sind neben dem CSR Day im Kongress und den 2016 zum zweiten Mal stattgefundenen ITB-National Geographic World Legacy Awards in 5 Kategorien für nachhaltige Tourismusprojekte auch die zahlreichen Veranstaltungen zu ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortlichem Tourismus in der Halle 4.1. Aus gegebenem Anlass gab es 2016 auf der ITB auch mehrere Diskussionen zu „Unfreiwilligem Reisen“, dem Flüchtlingsthema. Am ITB-Freitag fand zudem das renommierte internationale Responsible Tourism Networking Event statt.

Hier finden Sie das gebündelte CSR Programm.

Weitere Infos und das komplette Programm der ITB 2016 finden Sie hier.

atmosfair auf dem Pow-Wow for Tourism Professionals

Vortrag zum nachhaltigen Tourismus in Nepal

 

Solarenergie in Nepal

Unter dem Titel „Pow-Wow for Tourism Professionals“ wurden auf der ITB Themen rund um verantwortungsbewussten Tourismus, Klimawandel und Nachhaltigkeit behandelt. Im Rahmen des Themenschwerpunktes „Klimaschutz im Brennpunkt“ informierte Dr. Brockhagen zusammen mit Petra Thomas vom forum anders reisen am 11.03., 10.30 Uhr in Halle 4.1b über das gemeinsame Projekt „neue Energie für Nepal“.

Nach den verheerenden Erdbeben im April und Mai 2015 in Nepal unterstützt atmosfair den Wiederaufbau von Schulen, Krankenstationen, privaten Haushalten sowie touristischen Infrastrukturen mit erneuerbaren Energien. Vor allem das beliebte Trekkinggebiet Langtang, nordöstlich von Kathmandu, ist von den Beben stark betroffen und Dörfer wurden dort zum Teil komplett zerstört. Die Menschen, deren Lebensgrundlage der Tourismus war und ist, haben oft alles verloren. Ziel ist es, hier den energetischen Wiederaufbau Nepals mittels CO₂-armen und ressourceneffizienten Technologien zu unterstützen. atmosfair führt dieses Projekt gemeinsam mit dem forum anders reisen und bestehenden Projektpartnern vor Ort durch. So ist garantiert, dass die Hilfe schnell und praktisch ankommt. Nähere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Außerdem berichtet Rene Einhaus Shreshta vom Engagement seiner Familie, welche selbst ein Hotel betreibt und sich dazu entschieden hat, ihrem Berufsethos Folge zu leisten, um sich seit dem schweren Erdbeben mittels fundierter Hotelmanagementkenntnissen und mit der finanziellen Unterstützung von atmosfair für die örtliche Bevölkerung zu engagieren.

Die ITB und atmosfair

Langjährige Zusammenarbeit für ein besseres Klima

 

Das Team der ITB: "We fly atmosfair"

Seit mehreren Jahren schon setzt sich die Internationale Touristik Börse (ITB) Berlin aktiv für den Klimaschutz ein. Als wichtiger Multiplikator der Branche wirbt die ITB Berlin für die Idee der freiwilligen Klimaschutzabgabe und ruft ihre KundInnen und PartnerInnen auf, nachhaltig und verantwortungsvoll zu reisen. Selbstverständlich kompensiert die ITB selbst ebenfalls ihre anfallenden Reisen und trägt so direkt zum Klimaschutz bei. Auch BesucherInnen können sich dazu entscheiden, ihre Anreise direkt bei der Buchung ihres ITB-Tickets zu kompensieren.

Das Biogas-Projekt in Bagepalli

Eine beeindruckende Initiative lokaler Haushalte

 

Verifizierung des Projektes

Auch 2016 hat die ITB wieder das Bagepalli-Biogasprojekt im südwestlichen Indien unterstützt. Es ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, was Hilfe zur Selbsthilfe erreichen kann. In einer gemeinschaftlichen Initiative, ausgehend von den einzelnen Haushalten, schaffen es die atmosfair-Projektpartner, die Lebenssituation von über 5.000 armen Bauernfamilien nachhaltig zu verbessern und dabei jährlich über 20.000 Tonnen CO₂ einzusparen. In einem mehrjährigen Prozess erkannten sie die Knappheit an Feuerholz sowie die schlechten Bedingungen beim Kochen als zentrale Beeinträchtigungen im täglichen Leben. Da die meisten Familien ein oder zwei Kühe halten, war auch die mögliche Lösung dieser Probleme schnell ausgemacht: Die Nutzung von Kleinbiogasanlagen, welche mit Kuhdung betrieben werden. Auf diese Weise wird weniger Holz verfeuert und die CO₂-Emissionen sinken. Die Anlagen produzieren nicht nur Gas für bequemes, rauchfreies und damit gesünderes Kochen, sondern auch Dünger für die Felder.

Unter dem Dach der indischen Klimaschutzorganisation ADATS passten die Bauern und Bäuerinnen die Technologie nach und nach an die örtlichen Gegebenheiten an, gleichzeitig gelang es ihnen, die Kosten zu senken und die Lebensdauer der Anlagen zu erhöhen. Das zahlt sich aus: Wie die unabhängigen Prüfer vom TÜV im Oktober 2013 wieder einmal bestätigen konnten, betragen die Ausfallraten auch nach mehreren Jahren Laufzeit unter 5%.

Zusätzlich zu der guten Klimabilanz schafft das Projekt Arbeitsplätze.  Deswegen ist der junge Mann Krishnappa gleich  aus mehreren Gründen glücklich über das Projekt: Vor einiger Zeit half er als Maurer bei der Errichtung von Biogasanlagen. Nun arbeitet er vor allem an der Wartung der Anlagen. Das bringt ihm nicht nur regelmäßige Einkünfte, sondern macht ihn auch zu einem respektierten Mitglied der Gemeinschaft, wie er stolz erzählt.

Das Projekt hat damit mehrfache positive Auswirkungen für die Haushalte: Es wird CO₂ eingespart, der Wohnkomfort gesteigert, Arbeitsplätze geschaffen und die Gesundheit verbessert.