CDM-Mechanismus und CDM-Gold-Standard
atmosfair-Klimaschutzprojekte sind entweder bereits als CDM Gold Standard Projekte registriert oder beantragen derzeit die Registrierung. Der aktuelle Status kann auf den Projektseiten abgerufen werden.
Der „Clean Development Mechanism“, kurz CDM, ist eine wichtige Säule des Kyoto-Protokolls. Er ermöglicht die international anerkannte Einsparung von Treibhausgasen durch Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Entscheidend ist dabei ein Prüfverfahren (Validierung), in welchem unabhängige Prüfer die Zusätzlichkeit und Einsparungsmenge (siehe Graphiken) eines Projektes unter die Lupe nehmen. Der Prüfer haftet für seine Berichte. Neben nachhaltiger Emmisionsreduktion bringt der CDM einen Technologietransfer von einem Industrieland in ein Entwicklungsland mit sich und trägt so zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Entwicklung in Nicht-Industriestaaten bei.
Besonders wichtig für Planung und Bewertung eines CDM-Klimaschutzprojektes sind:
1.) Quantifizierung der eingesparten Emissionen: Exakter Vergleich der Emissionen, die mit Projekt entstehen, mit der „baseline“, d.h. den Emissionen, die ohne Projekte angefallen wären.
2.) Kriterium der Zusätzlichkeit: Nachweis, dass das Projekt ohne die CDM-Registrierung nicht stattgefunden hätte.
Die Emissionsreduktion kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Im Gold Standard sind nur der Einsatz erneuerbarer Energien oder Energieeffizienzmaßnahmen zugelassen, im allgemeinen CDM auch die bloße Umwandlung von gefährlichen in weniger gefährliche Treibhausgase oder die Kohlenstoffbindung durch Aufforstung.
Die Laufzeit eines CDM-Projekts beträgt einmalig 10 Jahre oder 3*7=21 Jahre, wobei nach je 7 Jahren eine neue, umfangreiche Prüfung notwendig ist.
Wenn die detaillierte Projektdokumentation vom unabhängigen Prüfer validiert ist, die Zustimmung der nationalen Behörden von Gast- und Gastgeberland vorliegt sowie die lokale Bevölkerung angehört wurde, entscheidet die UNO-Klimaschutzbehörde UNFCCC über eine Registrierung. Ist diese erreicht, kontrollieren wiederum unabhängige Prüfer in regelmäßigen Abständen, wie viele Emissionen der Projektbetrieb tatsächlich einspart (Verifizierung). Für diese Einsparungen vergibt die UNO Einsparungszertifikate (CER=Certified Emission Reduction). atmosfair archiviert diese Zertifikate auf seinem offiziellen Konto beim Umweltbundesamt. atmosfair unterstützt keine inoffiziellen Klimaschutzprojekte, welche „VERs“ produzieren.
Der Gold Standard wurde von Umweltorganisationen unter der Federführung des WWF ins Leben gerufen, um sicherzustellen, dass CDM-Projekte tatsächlich zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Folgende Auflangen müssen nachweislich erfüllt sein:
- Nur Projekte zu erneuerbaren Energien oder Energieeffizienz, mit Technologietransfer für saubere Entwicklung.
- Projektprüfung anhand einer „sustainability Matrix“ (Arbeitsplätze, bessere lokale Umweltbedingungen...)
- Projektplanung gemeinsam mit lokaler Bevölkerung und Institutionen.
- Besonders strenger Nachweis der Zusätzlichkeit, untern anderem muss ein standardisiertes „additionality tool“ mit betriebswirtschaftlichen Indikatoren angewendet werden.


