Nigeria: Effiziente Brennholzkocher

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atmosfair-Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer

"Klima schützen mit atmosfair"

Nigeria: Effiziente Brennholzkocher

     
Gesamteinsparung:   ca. 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr, gemittelt über 10 Jahre
Technologietransfer:   Effiziente Brennholzkocher sparen 80% Energie ein
Lokale Umwelt:   Weniger Rauchentwicklung, Vermeidung von Abholzung
Weitere Vorteile:   Niedrigere Kosten für Haushaltsenergie
Projektpartner:   DARE (Developmental Association for Renewable Energies, Nigeria) LHL (Lernen Helfen Leben e.V., deutscher Verein)
     
     

Holz muß aus dem Süden des Landes mit Lastwagen herangeschafft werden und ist so teuer, dass das Verhältnis von Energie zu Nahrungsmittelkosten bei etwa 10 zu 1 liegt (in Europa 1 zu 1). Der Kostendruck führt dazu, dass die Menschen aus reiner Not sogar von der UNO frisch aufgeforstete Wälder abholzen und sich damit langfristig die Grundlage für Landwirtschaft nehmen. In dieser Situation helfen die effizienten Brennholzkocher, die etwa 80% Holz einsparen. Sie funktionieren Tag und Nacht und erfordern keine Umstellung der Kochgewohnheiten der Nutzer. Sie sind unverwüstlich und da sie bares Geld sparen, ist ihre tägliche Nutzung sicher. Die Technologie und Material kommen aus Deutschland, sie werden im Container zu 1.000 Stück nach Nigeria geliefert, dort montiert und zum Verkauf in die Dörfer gebracht.

An den Versorgungsstraßen des Landes wird das Brennholz in großen Haufen aufgeschichtet. Der zunehmende Holzeinschlag für das tägliche Kochen führt zu Versteppung, Landflucht und steigenden Lebenshaltungskosten.

Ein Kocher kostet fertig zum Verkauf ca. 100 EUR. Dieses Geld kommt vollständig über atmosfair zusammen. Dennoch werden die Kocher für etwa 60 EUR verkauft. Dieser Preis rentiert sich so schnell, dass er selbst von einkommensschwachen Nigerianern bezahlt werden kann. Die Einnahmen werden dazu verwendet, den Vertrieb weiter auszubauen. Geplant ist auch die Ausweitung als programmatisches CDM Projekt, was die Verfügbarkeit von Kochern in Nigeria nochmals steigert.

Die Kocher gelangen in Einzelteilen nach Nigeria und werden dort zusammengebaut. Anschließend werden sie auf Märkten vorgestellt
und verkauft. Durch die Fertigung und den Verkauf der Kocher finden wesentliche Teile der Wertschöpfung vor Ort statt.

Projektbetreiber sind zwei Organisationen: Der deutsche Verein Lernen-Helfen-Leben, gegründet von ehemaligen Entwicklungshelfern, kümmert sich um die Organisation und Vermarktung, während die nigeriansche Organisation DARE den Vertrieb der Kocher in Nigeria übernimmt. Dazu wird derzeit eine zweite Werkstatt in Maiduguri aufgebaut und Mitarbeiter eingestellt. Ziel ist es, die Herstellung des SAVE80 schrittweise nach Nigeria zu verlagern. Der Vertrieb der Kocher erfordert Demonstration, da die Menschen oft zuerst nicht glauben, dass mit so wenig Holz richtig gekocht werden kann. Deswegen organisiert DARE über lokale Organisationen Treffen für die Frauen auf dem Marktplatz, wo mit Vorkochen die Überzeugung geleistet werden kann.