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atmosfair-Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer
"Klima schützen mit atmosfair"
Indien: Stromerzeugung aus Ernteresten
| Gesamteinsparung: | 35.000t CO2 jährlich | |
| Lokale Umwelt: | Ersatz von fossilen Kraftstoffen | |
| Weitere Vorteile: | Wertschöpfung für Kleinbauern | |
| Arbeitsplätze: | in der Biomasseversorgung und im Werk | |
| Projektpartner: | KPTL, indisches Unternehmen | |
Der indische Bundesstaat Rajasthan gehört zu den ärmeren Regionen Indiens. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von Landwirtschaft und Viehzucht. Die Kleinbauern produzieren dabei kaum mehr, als zum Überleben reicht. In Rajasthan wächst fast nichts, nur Senf kann bei der Trockenheit wachsen. Deswegen setzen die Bewohner auf diese Pflanze. Wer im Winter durch das Gebiet fährt, dem fallen die gelben Felder ins Auge, denn dann blüh der Senf und die Farbe dominiert ganze Landstriche. Die Senfschalen und -stängel, die bei der Verarbeitung zu Senföl übrig bleiben, wurden bisher nicht genutzt und deshalb verbrannt.
Das Biomassekraftwerk in Tonk verwendet die Erntereste nun, um daraus Strom zu produzieren. Viele tausend Kleinbauern beliefern seit 2007 das Werk mit ihren Ernteresten – und verkaufen die früher wertlosen Abfälle an den Anlagenbetreiber. Damit die Bauern, die oft über keine Transportmittel verfügen, den Brennstoff nicht über weite Strecken selbst zum Kraftwerk bringen müssen, sind Sammelzentren im Umkreis von 50 km um das Werk eingerichtet, so groß ist der Einzugsbereich. Die angelieferten Säcke mit Senfresten werden dort gewogen, die Bauern direkt bezahlt, und der Brennstoff anschließend zum Werk transportiert. Dort sorgt ein großes Lager dafür, dass auch außerhalb der Erntezeit genug Material zur Verfügung steht, um ganzjährig Strom zu erzeugen.
Projektbetreiber ist das indische Unternehmen KPTL (Kalpaturu Power Transmission Limited), ein Netzbetreiber und Stromproduzent, der an zahlreichen ländlichen Elektrifizierungsprojekten beteiligt ist. Zu Rajasthan hat die Geschäftsführung eine besondere Beziehung: Es ist ihr Heimatstaat, und liegt ihnen daher besonders am Herzen. Der Technologietransfer in die ländlich geprägte Region macht sie stolz, denn er zeigt, dass wirtschaftliche Entwicklung auch abseits der großen Zentren möglich ist.
Die kaufmännische und technische Betriebsführung der Anlage wird von dafür geschultem Personal aus der Region sichergestellt, weitere Arbeitsplätze sind im Bereich Lagerung und Biomasseeinbringung entstanden.
Begleitinformationen

- Offizielle Prüfberichte und Projektdokumente
Offizielle Projektbeschreibung







