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atmosfair-Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer
"Klima schützen mit atmosfair"
Sri Lanka: Ländliche Elektrifizierung
| Gesamteinsparung: | 1.000 – 25.000 t CO2 pro Jahr, über 10 Jahre | |
| Technologietransfer: | Holzvergaser für die dörfliche Stromversorgung | |
| Lokale Umwelt: | Ersatz von Kerosin und Dieselgeneratoren | |
| Zielgruppe: | Ländliche Bevölkerung in zuerst 20, später bis zu 400 Dörfern | |
| Projektpartner: | Aspira, Lanka Gasifiers, Diakonie Katastrophenhilfe | |
Ein Viertel der Haushalte in Sri Lanka ist noch nicht an das Stromnetz angeschlossen. In diesen Familien wird normalerweise Kerosin für Lampen verwendet, oder auch Dieselgeneratoren für die Stromversorgung. Eine Millionen Familien, das sind etwa fünf Millionen Einwohner, haben bisher keinen Zugang zu Elektrizität. 70% der Stromerzeugung stammen aus Öl und Kohle. Es gibt Schätzungen, dass im Jahr 2008 jeder Dollar, der über den Tee-, Kokosnuss und Gummiexport erzielt wird, für den Energieimport ausgegeben werden muss.
Die Holzvergasung ist besonders für kleine, dezentrale Anlagen geeignet. Die atmosfair-Partner haben einen eigenen Holzvergaser mit einer Leistung von 12 kW speziell an die örtlichen Verhältnisse angepasst.
Holzschnitzel werden in einem speziellen Verbrennungsprozess zu Produktionsgas umgewandelt, welches einen Stromgenerator antreibt und das ganze Dorf über ein kleines Stromnetz mit Elektrizität versorgt. Die Holzschnitzel werden von den Stromempfängern aus Zweigen und Ästen der Baumleguminose Glyricidia sepium hergestellt, die als Heckenpflanzen und Mischkultur auf den Ackerflächen zum Einsatz kommt. Die Bäume verbessern die Agrarproduktion und machen sie resistenter gegen Überschwemmungen und Dürren. Nach dem Baumschnitt für die Holzschnitzelproduktion treiben sie an den Schnittstellen vermehrt aus.
Aspira schult die Einwohner für den Anbau der Biomasse und die Wartung der Holzvergaser, während Lanka Gasifiers die Anlagen herstellt.
ASPIRA und Lanka Gasifiers haben bereits sechs Dörfer mit Holzvergasern elektrifiziert, in Zusammenarbeit mit lokalen Firmen, die vor Ort die Projektentwicklung übernehmen. Pro Dorf werden etwa 40-70 Haushalte mit Strom versorgt. Jeder Haushalt erhält 70-150 W Strom während maximal 12 Stunden/Tag. Die Strommenge reicht für Beleuchtung und Radio/Fernsehen sowie für den Betrieb von Kühlschränken oder Maschinen für Kleingewerbe.
Durch eine Mischfinanzierung aus Mitteln der Weltbank und von NGOs, Eigenanteilen und Krediten, die über die Stromtarife zurückgezahlt werden, ist die Nachhaltigkeit des Projektes gewährleistet: Indem die Gemeinden selbst einen gewichtigen Teil der finanziellen Verantwortung tragen, übernehmen sie auch mehr Verantwortung für die Wartung der Anlagen. Ziel des Projektes ist es außerdem, die Technologie für eine Verbreitung in großem Stil marktreif zu machen.
Eine Zertifizierung des Projekt nach CDM Gold Standard soll erfolgen, wenn das Projekt mindestens 50 Dörfer umfasst.
Pro Dorf werden über 10 Jahre Einsparungen von insgesamt 300t CO2 erwartet.








