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atmosfair-Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer
"Klima schützen mit atmosfair"
China: Bewässerung mit hydraulischen Widdern
| Gesamteinsparung: | ca. 2000 Tonnen CO2 pro Jahr, über 10 Jahre | |
| Technologietransfer: | Verbreitung einer alten, aber weitgehend unbekannten Technologie | |
| Lokale Umwelt: | Vermeidung von Dieselabgasen und -Verunreinigungen | |
| Weitere Vorteile: | bessere Ernten und bessere Trinkwasserversorgung | |
| Projektpartner: | BORDA (Bremen Overseas Research and Development Association) | |
Im bergigen Hinterland der Zhejiang – Provinz leben die Menschen noch zu 80% als Kleinbauern von der Landwirtschaft. Sie bauen hauptsächlich Reis und Tee an. Bewässerungstechniken sind sehr wichtig, um auf den begrenzten Anbauflächen ausreichende Ernten zu erzielen. Auch für die Trinkwasserversorgung von Dorfgemeinschaften werden häufig Pumpen benötigt.
atmosfair-Partner BORDA, eine gemeinnützige Entwicklungsorganisation aus Bremen, ist schon seit 20 Jahren in der Region aktiv. Schwerpunkt ist die Verbreitung von hydraulischen Widdern, in Zusammenarbeit mit der technischen Universität in Hangzhou. Hydraulische Widder bieten eine elegante Alternative zu schmutzigen und CO2-intensiven Dieselpumpen.
Was ist ein hydraulischer Widder?
Der hydraulische Widder wurde bereits vor 200 Jahren erfunden, dann aber bald von Diesel- und Elektropumpen verdrängt. Wasser wird durch ein Fallrohr mit 1,5–4m Höhenunterschied geleitet. Durch den Wasserstrom wird ein Ventil alle 2-3 Sekunden ruckartig geschlossen. Dadurch schießt Wasser in den Lufttank und komprimiert Luft. Wenn sich die Luft wieder ausdehnt, pumpt sie das Wasser, welches nun durch ein zweites Ventil im Lufttank eingeschlossen ist, über eine engere Rohrleitung auf ein höheres Niveau (ungefähr 10x höher als der Höhenunterschied des Fallrohrs).
Wie sieht das atmosfair-BORDA Projekt aus?
Hydraulische Widder sparen auf Dauer zwar viel Diesel und somit auch Geld. Die Anfangsinvestition von ca. 4000 EUR ist jedoch zu hoch für die lokale Bevölkerung. Das Projekt gewährt deshalb einen Zuschuss von 30-50% zu jedem Gerät und bietet außerdem technische Unterstützung bei Installation und Wartung. In der Vergangenheit wurde das BORDA-Projekt durch Entwicklungshilfe finanziert. Nun wird atmosfair alle nötigen Mittel beisteuern, um die erfolgreiche Arbeit von BORDA fortzusetzen, welche beispielhaft Klimaschutz, Verbreitung erneuerbarer Energien und nachhaltige Armutsbekämpfung kombiniert.
Stand der Dinge
Beim ersten offiziellen "Gold Standard Stakeholder Meeting", am 21.06.07 in den Kleinstadt Songyang, befürworteten Vertreter der Dorfgemeinschaften das geplante Projekt ausdrücklich. Es gibt eine lange Warteliste von Dörfern, welche sich um hydraulische Widder bewerben und auf eine Fortsetzung des Projekts hoffen.
Detaillierte Feld-Experimente im Beisein unabhängiger Experten zeigten, dass hydraulische Widder tatsächlich erhebliche Mengen an Diesel bzw. CO2-Emissionen einsparen können. Dafür wurde die Förderleistung von hydraulischen Widdern verschiedener Größe direkt mit gebräuchlichen Dieselpumpen verglichen.
atmosfair entwickelt das Projekt derzeit als programmatisches CDM Projekt. Dann wird der Projektplan dem TÜV zur Prüfung vorgelegt, um eine Registrierung beim UN-Klimasekretariat und beim Gold Standard beantragen zu können.








