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Bei allen aus atmosfair-Geldern finanzierten Projekten ist garantiert, dass sie tatsächlich Emissionen einsparen, die ansonsten entstanden wären. Dafür sorgt der so genannte CDM-Mechanismus (s.u.), mit dem unsere Projekte nicht nur kompatibel sind, sondern über den sie tatsächlich zertifiziert werden.

Zum zweiten müssen sie besonders umweltfreundliche Technologien verwenden und für die Nutzer weitere ökonomische und soziale Vorteile bringen.

Der Nachweis wird über den von internationalen Umweltorganisationen entwickelten „CDM-Gold- Standard“ erbracht (s.u.). atmosfair-Projekte sind entweder bereits als Gold Standard Projekte registriert oder beantragen derzeit die Registrierung. atmosfair ist der weltweit erste Anbieter, der ein Gold-Standard-Projekt anbietet, das nach dem anspruchsvollen UNO-Verfahren zertifiziert wird.


Logo UNFCCC
Logo der Institution um die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen – UNFCCC

CDM-Mechanismus

Die CDM-Kriterien wurden bei der internationalen Klimakonferenz in Kioto vereinbart. CDM heißt „Clean Development Mechanism“ (auf Deutsch: „Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung“) und ermöglicht es Industrie- und Entwicklungsländern, gemeinsam Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern durchzuführen.

Konkret funktioniert das so: Zuerst wird berechnet, wie viel Klimagase ein Dorf, ein Kraftwerk, eine Fabrik oder ein Busunternehmen in einem Entwicklungsland produziert, wenn alles so weiterläuft wie bisher. Dann ermittelt man, wie viel Treibhausgase sich zum Beispiel einsparen ließen, wenn alle öffentlichen Gebäude in einem Dorf mit Solaranlagen ausgestattet würden oder wenn Gas- statt Dieselbusse führen.

Dann investiert und finanziert ein aus einem Industrieland stammendes Unternehmen diese Solaranlagen und bekommt für die dadurch erreichte Treibhausgasminderung Zertifikate. Mit denen kann es entweder der Verpflichtung seines eigenen Betriebs zu Hause nachkommen, eine entsprechende Menge an Klimagasen einzusparen; schließlich müssen über 2300 deutsche Unternehmen ihre Gesamtemissionen bis 2012 deutlich senken. Oder der Investor verkauft die Zertifikate im Rahmen des Emissionshandels an andere Unternehmen. Sinn der Sache ist es, für möglichst wenig Geld möglichst viele klimaschädliche Emissionen zu verhindern – und zugleich den Entwicklungsländern zu neuen Technologien zu verhelfen, die diese häufig selbst nicht finanzieren können. Selbstverständlich ist das Ganze daran gebunden, dass die Entwicklungsländer mit den Projekten einverstanden sind.

CDM-Kriterien

Um zu garantieren, dass alles mit rechten Dingen zugeht, hat die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen des Kioto-Protokolls genaue Kriterien und umfangreiche Verfahrensabläufe für CDM-Projekte festgelegt. Weil alle atmosfair-Projekte diesen Standards entsprechen, können sich unsere Kunden auf folgende Punkte verlassen:

  • Zusätzlichkeit: Mit Ihrem Geld tragen Sie dazu bei, dass das Klimaschutzprojekt überhaupt möglich wird.
  • Emissionsvermeidung: Das Projekt spart tatsächlich gegenüber dem Fall ohne Projekt Emissionen ein. Für die Berechnung gelten detaillierte Vorschriften und Prozeduren.
  • Kontrolle in allen Phasen: Die eingesparten Emissionen werden sowohl zu Anfang als auch nach Fertigstellung jedes einzelnen Projekts von unabhängigen Organisationen (z. B. TÜV) bewertet und zertifiziert. Diese Organisationen müssen von den Vereinten Nationen akkreditiert sein und dafür bestimmte Auflagen erfüllen. Sie haften für ihre Zertifizierung und können bei Fehlverhalten ihre Akkreditierung verlieren.
  • Stilllegung der Einspar-Zertifikate: Für die erreichten Emissionseinsparungen erhält atmosfair Zertifikate. Normalerweise könnten solche Papiere im Emissionshandel verkauft werden. Doch atmosfair legt sie in einem offiziellen Buchhaltungssystem für immer still – schließlich sind sie ja der Ausgleich für die zuvor beim Fliegen entstandene Klimaschädigung. Das Umweltbundesamt, das für alle CDM-Konten zuständig ist, wird deshalb zur letzten Ruhestätte für die atmosfair-Zertifikate.

Logo Gold Standard
Logo der CDM-Gold-Standard-Stiftung

CDM-Gold-Standard

Fast alle Umweltorganisationen, die sich für den internationalen Klimaschutz stark machen, haben sich zum Climate Action Network (CAN) zusammengeschlossen. Unter Führung des WWF und unter Mitarbeit von Wissenschaftlern haben sie gemeinsam den so genannten „Gold-Standard“ für CDM-Projekte entwickelt. Denn die Auflagen für CDM-Projekte im Rahmen des Kioto-Abkommens garantieren zwar einen sicheren Ablauf, aber die Umwelt- und Sozialanforderungen für Gold-Standard-Projekte sind höher. Gold-Standard-Projekte

  • setzen entweder ausschließlich auf erneuerbare Energien – Energie aus Sonne, Wind, Biomasse oder Wasserkraft,
  • oder sie sorgen dafür, dass die eingesetzte Energie effektiver genutzt werden kann – zum Beispiel durch Wärmedämmung.


Außerdem müssen die Beeinträchtigungen auf die lokale Umwelt, biologische Vielfalt und den Boden gering sein – und sie müssen gut abschneiden in puncto Arbeitsplätze, Gesundheit, Einkommen, Gleichstellung und technische Signalwirkung. Um das zu garantieren, wird die Bevölkerung bei der Projektplanung umfassend beteiligt.

Alle atmosfair-Projekte entsprechen diesen Kriterien. Sie sind entweder bereits als CDM Gold Standard Projekte registriert oder werden derzeit nach diesen Kriterien entwickelt. Mehr Informationen zum Gold-Standard finden Sie hier.