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atmosfair-Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer

"Klima schützen mit atmosfair"

  • Das Klimaschutzprojekt in Indien versorgt Großküchen über Solarenergie mit heißem Wasser

Indien: Solarthermie in Großküchen

     
Einsparung:   10-200 Tonnen CO2 pro Anlage und Jahr
Technologietransfer:   Scheffler-Parabolspiegel durch die indische Firma Gadhia Solar vor Ort produziert.
Lokale Umwelt:   Bessere Innenraumluft, auch außerhalb der Küchen weniger Abgase.
Arbeitsplätze:   etwa 20
Projektpartner:   Gadhia Solar (Ausführung), GIZ - Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (Projektentwicklung)

Tausende von Pilgern kommen täglich ins indische Sringeri Mutt, einem der bedeutendsten hinduistischen Wallfahrtsorte in Karnataka an der indischen Westküste. Die Mahlzeiten für die Pilger wurden dort bisher mit Hilfe von Dieselbrennern zubereitet. Nun ist an ihre Stelle eine Anlage mit einer Reihe von Scheffler-Solarspiegeln getreten, die das Sonnenlicht auf eine Röhre bündeln, in der Wasser erhitzt und dann in die Küche geleitet wird. Ein ausgeklügeltes Dampfsystem sorgt dafür, dass die Küchen auch nach Sonnenuntergang noch funktionieren.

Sringeri Mutt ist nur einer von 18 Standorten in ganz Indien, an denen in Tempeln, Krankenhäusern und Schulen Solarthermie umweltfreundliche Energie liefern soll. Sie stammen vom indischen Hersteller Deepak Gadhia.

Die Solarspiegel konzentrieren den Lichteinfall auf einen Zylinder. Dieser wird mit Wasser befüllt. Heißer Wasserdampf entweicht aus dem Zylinder und wird in die Küche geführt.
In der Küche erhitzt der heiße Dampf die Kochkessel in denen beispielsweise Reis zubereitet wird.

Dabei entstehen ca. 20 Arbeitsplätze für den Betrieb und die Instandhaltung der Anlagen. Zudem wird die Innenluft in den Küchen gereinigt, die zuvor mit Dieselruß die Köche belastete.

 

Im Entstehungsprozess eines jeden CDM-Gold-Standard-Projekts gibt es eine öffentliche Anhörung. Hier können Anwohner und Mitarbeiter Ihre Fragen und Anregungen zu dem Projekt diskutieren.

Die Solarküchen laufen und sparen CO2 ein. Allerdings haben sich im Projektverlauf Standorte und technische Details der Anlagen geändert, sodass nun für den Nachweis der genauen Menge der CO2-Einsparungen (Verifizierung) das Genehmigungsverfahren noch einmal in großen Teilen wiederholt werden müsste. Da die Kosten dafür im Vergleich zur Menge der CO2-Einsparungen zu hoch wären, verzichtet atmosfair auf die offizielle Zertifizierung und rechnet sich die CO2-Minderung auch nicht an.